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Häuserschäden durch Geothermie-Bohrung

Im Leonberger Ortsteil Eltingen haben mehrere Wohnhäuser Risse bekommen. Vergangene Woche haben in der Gemeinde westlich von Stuttgart Bohrungen für ein Geothermie-Projekt stattgefunden. Bei etwa 700 früheren Bohrungen, die im Landkreis bereits stattgefunden haben, habe es nie ähnliche Probleme gegeben, erklärte das Landratsamt. Der Bundesverband Geothermie fordert eine schnellstmögliche Aufklärung der Vorfälle. Die Erkenntnisse müssten genutzt werden, um derartige Unfälle in Zukunft zu vermeiden.


Risse in Wohnhäusern in Eltingen. (Foto: Wolfgang Röckle)

Deutschlandweit gibt es etwa 300.000 Projekte sogenannter oberflächennaher Geothermie. "Diese Erfolgsgeschichte der oberflächennahen Geothermie darf nicht durch einen Vertrauensverlust in der Bevölkerung verspielt werden", so der Bundesverband Geothermie.

Geothermie spielt bislang im Mix der erneuerbaren Energien nur eine geringe Rolle. Immer wieder kam es in der Vergangenheit zu geologischen Problemen. Für Schlagzeilen sorgte vor zwei Jahren ein Vorfall in der Gemeinde Staufen in Baden-Württemberg. Nach einer Bohrung kam es im ganzen Ort zu Rissen in Gebäuden, verursacht durch sogenannten Quellgips. Der Vorfall hatte auch Zweifel an der Sicherheit der Bohrungen bei Stuttgart 21 aufkommen lassen.

klimaretter.info/hb

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