RWE will Netztochter Amprion verkaufen

Der Stromkonzern RWE steht nach Angaben eines Berichts des Handelsblatt vor dem Verkauf seiner Netztochter Amprion. Noch im Juni sollen demnach 75 Prozent der Anteile an Investoren aus der Finanzbranche für fast eine Milliarde Euro verkauft werden. RWE will aber die Führung der Gesellschaft behalten.


Das Amprion-Netz: Jetzt bald in Händen von Pensionskassen. (Foto: EU)

Nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters besteht das Käuferkonsortium aus einem von der Commerzbank-Tochter Commerz Real organisierten Verbund der Pensionskassen von fünf deutschen und Schweizer Versicherern. Die Allianz soll aber nicht dazu gehören. Das Hochspannungsnetz von Amprion ist rund 12.000 Kilometer lang und deckt neben Nordrhein-Westfalen auch Rheinland-Pfalz, das Saarland sowie Teile von Hessen und Bayern ab.

RWE kommt damit einer Forderung der EU nach der Entflechtung von Stromproduktion und Stromtransport nach. Die Linke im nordrhein-westfälischen Landtag hatte angesichts der Verkaufsdebatte Ende letzten Jahres die Verstaatlichung von Amprion gefordert, war aber an der rot-grünen Landesregierung gescheitert.

klimaretter.info/mare

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