Tepco zwei Monate nach Fukushima pleite

Am 11. März nahm das Unheil seinen Lauf: Auf den Tsunami folgte der Beginn der Atomkatastrophe in Fukushima. Die Betreiberfirma Tepco ist nun – zwei Monate später – finanziell am Ende. Analysten bezifferten den Finanzbedarf auf bis zu 86 Milliarden Euro. Weil Tepco bei den Banken nicht mehr als kreditwürdig gilt, hat der Konzern nun ein offizielles Gesuch um Staatshilfen eingereicht.


Mehrere Knallgas-Explosionen – hier am Block 2 – zerstörten in Folge des Tsunamis die Reaktorhallen. Knallgas ist ein Gemisch aus Wasserstoff und Sauerstoffs, das im Reaktor durch die große Hitze aus Wasser entsteht. Schon ein kleiner Funke genügt zur explosionsartigen Oxydation des Wasserstoffs zu Wasser (H2O). (Foto: kra)

Auch aus den Reaktoren selbst reißen die Hiobsbotschaften für Tepco nicht ab. Ein Sprecher erklärte, am Boden von Reaktor 3 sei möglicherweise ein Leck, durch das radioaktiv verseuchtes Wasser in den Pazifik ströme. Dies werde intensiv geprüft. Vor einem Monat war aus Reaktor 2 verstrahltes Wasser ausgetreten, das Loch konnte mit flüssigem Glas gestopft werden.

In der Präfektur Fukushima besuchte das japanische Kaiserpaar am Mittwoch erstmals Flüchtlinge aus der verstrahlten Region. Nach offiziellen Angaben sind 85.000 Menschen aus dem Umkreis von 20 Kilometern um den Kraftwerksstandort betroffen. Durch die Naturkatastrophe am 11. März waren fast 25.000 Menschen ums Leben gekommen, knapp 10.000 Leichen konnten noch nicht gefunden werden.

klimaretter.info/reni 

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