Ein Vorfahrtsschild für die Erneuerbaren
Die Bundesnetzagentur hat am heutigen Dienstag einen Leitfaden zum so genannten EEG-Einspeisemanagement veröffentlicht. "Der Leitfaden soll dazu beitragen, die größtmögliche Strommenge aus erneuerbaren Energien einzuspeisen, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden", sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Matthias Kurth. Der Leitfaden ist bindend und regelt die Rangfolge, in der die verschiedenen Stromerzeuger ihre Einspeiseleistung vorübergehend reduzieren müssen, wenn die Übertragungsnetze überlastet sind.

Müssen bislang abgeschaltet werden, wenn der Wind zu kräftig bläst. (Foto: J. Treblin)
Besonders in Norddeutschland ist dieses Phänomen bekannt: Bläst der Wind hier kräftig, müssen Windräder reihenweise abgeschaltet werden. Das Netz, voll mit Strom aus unflexiblen Atom- oder Kohlekraftwerken, kann den Windstrom nicht mehr transportieren. Nach Angaben der Bundesnetzagentur führte das 2009 zu einem Ausfall von rund 74 Gigawattstunden. Die Windrad-Betreiber werden dafür von den Atom- und Kohlekonzernen entschädigt, holen sich das Geld aber vom Verbraucher wieder zurück. Zahlen für 2010 liegen noch nicht vor.
Das soll sich nun ändern. Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen, dürfen bei Netzengpässen gemäß des neuen Leitfadens erst dann abgeregelt werden, wenn zunächst die konventionellen Kohle- oder Atom-Anlagen auf das netztechnisch erforderliche Minimum heruntergefahren wurden. "Damit das Abregeln erneuerbarer Energien eine Ausnahmesituation bleibt, müssen vor allem die Netze jetzt rasch ausgebaut werden", betonte Kurth. Damit müssen die Netzbetreiber nun sicherstellen, dass die größtmögliche Strommenge aus erneuerbaren Energien und aus Kraft-Wärme-Kopplung ins Netz eingespeist wird.
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Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet
Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
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Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
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Trotz Einspeisevorrang kann Strom aus Erneuerbaren laut EEG vom Netzbetreiber unter bestimmten Voraussetzungen temporär zurückgestellt werden. Die Bundesnetzagentur hat dazu einen "Leitfaden zum Energiemanagement" zur Konsultation veröffentlicht
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Seit Oktober 2010 wurden 5.200 Megawatt Leistung neu installiert
2010 ist der Photovoltaik-Zubau in Deutschland buchstäblich "explodiert": Die Fortsetzung der Erfolgsgeschichte hängt auch an neuen Kürzungen der EEG-Umlage - manch einer sieht dabei das gesamte Erneuerbare-Energien-Gesetz auf dem Spiel.
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Studie legt die derzeitigen Ausbauszenarien zu Grunde. Heute soll Sondergipfel in Brüssel vorbereitet werden.
Energiewirtschaft sowie Elektronik- und Elektrotechnikindustrie stellen ihre Ansatzpunkte für den Aufbau intelligenter Verteilnetze vor
In einem Rutsch hat Schwarz-Gelb beim Atom-Gipfel am Sonntag auch das angekündigte Energiekonzept auf den Weg gebracht. Umweltminister Norbert Röttgen (CDU) und Wirtschaftsminister Rainer Brüderle (FDP) feiern einen "großen Wurf", Kanzlerin Angela Merkel (CDU) spricht gar von einer "Revolution in der Energieversorgung". Kritiker sprechen dagegen von einem "Generalangriff auf energiepolitische Fortschritte".
In einem Radiointerview spricht sich Umweltminister Norbert Röttgen gegen eine EU-Harmonisierung der Förderung für erneuerbare Energien aus. Er stellt sich damit indirekt gegen EU-Kommissar Günter Oettinger.
Mit dem derzeit heftig diskutierten Solarkürzungsgesetz will die Bundesregierung nicht nur die Vergütungen drastisch senken, sondern auch einem Teil des erzeugten Sonnenstroms vollkommen die Förderung entziehen. Mit dem sogenannten "Marktintegrationsmodell" will sie die Photovoltaik zum Teil auf eigene Beine stellen. Die Erneuerbaren-Branche hält den Vorschlag für eine weitere versteckte Kürzung.
Kürzung der Einspeisetarife führte zu Rekord: Von Januar bis Juni gingen noch schnell Photovoltaik-Anlagen mit über drei Gigawatt Leistung ans Netz. Solarstrom kann inzwischen zeitweise die Hälfte der Atomkraftwerke ersetzen
Bundesnetzagentur: Höhere Renditen führen nicht zu schnellerem Ausbau der Leitungen
Präsident der Bundesnetzagentur: "Ohne neue Stromtrassen können sie die Energiewende zu den Akten legen."



