Brunsbüttel: Stadtwerk Eberbach steigt aus

Wie die Webseite Eberbach Channel berichtet, hat der Rat der Stadt sich entschlossen, die Beteiligung am Kohlekraftwerk Brunsbüttel aufzugeben. Aufgrund der Vorgabe der Bundesregierung, bis 2050 einen Großteil der Stromerzeugung mit erneuerbaren Energien bereitzustellen, glaubt man in Eberbach nicht mehr, dass der Neubau von Kohlekraftwerken eine Option für die Zukunft ist.


Proteste gegen das Kohlekraftwerk Brunsbüttel. (Foto: BI Unterelbe)

Die einst für 50.000 Euro erworbenen Anteile der Stadt sind aktuell nichts mehr wert. Sie können nur für einen symbolischen Rückkaufpreis von einem Euro zurückgegeben werden. Daher will die Stadt die Anteile am geplanten Kraftwerk nicht sofort zurückgeben, man erhofft sich, dass der Wert noch einmal steigen könnte. Sollte allerdings zukünftig eine Rückgabemöglichkeit der Anteile ausgeschlossen werden, sind die Stadtwerke beauftragt, die Anteile vorher loszuwerden.

In Brunsbüttel plant eine Reihe von Stadtwerken und kleinen Energiekonzernen unter der Führung der Südweststrom Stromhandels GmbH den Bau eines 1.800-Megawatt-Kohlekraftwerks. Es ist damit eines der größten geplanten Kohlekraftwerke in Deutschland. Jedoch sind viele der Investoren inzwischen abgesprungen und das Projekt steht auf der Kippe. Besonders umstritten ist die Beteiligung der Stadtwerke Tübingen: Dort regiert der grüne Bürgermeister Boris Palmer, der entgegen der Position seiner Partei zum Bau des Kohlekraftwerks steht.

klimaretter.info/hb

 

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