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Greenpeace: EnBW zu abhängig von Atomkraft

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hat eineinhalb Wochen vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg dem Stromkonzern EnBW vorgeworfen, Investitionen in Zukunftstechnologien wie Windkraft zu vernachlässigen und finanziell zu sehr von der Stromproduktion in Atom- und Kohlekraftwerken abhängig zu sein. Um langfristig wettbewerbsfähig zu sein, müsse das Unternehmen aber verstärkt auf grüne Energien  setzen. Greenpeace hatte den Energiewissenschaftler Uwe Leprich (Hochschule für Technik und Wirtschaft Saarbrücken) für eine Untersuchung der EnBW-Geschäftspolitik beauftragt.


Idylle unter Weinreben: das Akw Neckarwestheim.

Laut der Leprich-Studie ist die EnBW wie kein anderer Energieversorger in Deutschland von Atomstrom abhängig. Die bislang vier Atomkraftwerke tragen zu über 50 Prozent des Konzerngewinns bei. Der Anteil von erneuerbaren Energien beträgt 0,4 Prozent bei der Stromproduktion.

Die EnBW hatte gestern allerdings angekündigt, dass das Atomkraftwerk Neckarwestheim I vermutlich dauerhaft vom Netz genommen werden soll. Im letzten Herbst hatte das Land Baden-Württemberg die Anteile der EnBW vom französischen Unternehmen GDF zurückgekauft und den Stromkonzern damit wieder verstaatlicht. Die Zukunft der EnBW ist eines der großen Streitthemen im baden-württembergischen Landtagswahlkampf.

klimaretter.info/mare

 

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