AKW Philippsburg schon wieder vom Netz
Verärgert haben Marktteilnehmer auf die am Samstag begonnene Jahresrevision des Atomkraftwerkes Philippsburg I reagiert. "Die Nachricht war im Auktionshandel am Vormittag nicht bekannt, das ist seltsam", erklärte ein Stromhändler gegenüber dem Nachrichtenportal Dow Jones. Und ein anderer Händler schimpfte: "Die Informationspolitik ist mal wieder typisch für EnBW. Es geht aber lediglich um 1 Gigawatt. Durch die volatilen Erneuerbaren wirkt sich so ein Ausfall nicht mehr so deutlich aus wie noch vor zwei Jahren".
Steht mal wieder still: Das AKW Philippsburg.
Der Stromkonzern EnBW hatte am Freitag gegen 17 Uhr gemeldet, seinen seit 1979 betriebenen Reaktor für geplante Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten vorübergehend vom Netz zu nehmen. Damit stehen jetzt lediglich 17 Gigawatt Leistung aus AKWs zur Gesamtstrom-Erzeugungerzeugung in Deutschland zur Verfügung. Üblicherweise dauert die Jahresrevision eines Atomkraftwerkes vier Wochen, die jetzige Revision kommt auch deshalb überraschend, weil die letzte Jahresrevission gerade einmal vier Monate her ist. Zuletzt stand der EnBW-Reaktor im Oktober 2010 still.
Als Grund für die neuen Wartungs- und Instandhaltungsarbeiten nannte Betreiber EnBW die Beseitigung einer undichten Stelle im Turbinensystem innerhalb des Maschinenhauses. Der jetzt erfolgte Revisionsstart erfolge nach dem Leitsatz "Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit", hieß es in einer Mitteilung des Konzerns.
klimaretter.info/reni
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