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Atomkraftwerk Temelin wird doch ausgebaut

Das umstrittene Atomkraftwerk Temelin nahe der deutschen und der österreichischen Grenze soll nun doch ausgebaut werden. Bis 2013 will die tschechische Regierung nach Angaben der Nachrichtenagentur dpa bestimmen, wer die zwei neuen Kraftwerksblöcke errichten soll. Demnach sollen sich der US-amerikanische Konzern Westinghouse und ein tschechisch-russisches Konsortium aus Skoda JS, Atomstrojexport und Gidropress beworgen haben. Auch die französische Areva soll im Rennen sein.


Atomkraftwerk Temelin: Die geplanten zwei neuen Kraftwerke sollen nun doch noch gebaut werden. (Foto: Wikipedia)

Noch im Oktober war die Erweiterung des Atomkraftwerks vorläufig gestoppt worden. Der ehemalige Industrieminister Milos Urban bezeichnete die Erweiterung Temelins als "unverzichtbar", räumte jedoch ein, dass eine Verzögerung des Ausbaus möglich sei.


Das AKW Temelin besteht aus zwei Kraftwerksblöcken, die seit den Jahren 2000 und 2003 in Betrieb sind. Der staatliche Energiekonzern ČEZ will Temelin um zwei weitere Reaktoren erweitern, die ursprünglich 2020 ans Netz gehen sollten. Das Atomkraftwerk im Südwesten Tschechiens ist weniger als 100 Kilometer von den Grenzen zu Österreich und Bayern entfernt. Zuletzt protestierten Atom-Gegner gegen die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), die nach Angaben von Kritikern wie der Initiative Antiatom Szene nicht mit EU-Recht zu vereinbaren sei. Bemängelt wurde außerdem die Unklarheit beim Umgang mit dem anfallenden Atommüll.

klimaretter.info/jot

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