Machtkampf um Datteln
Eon-Chef Johannes Teyssen hält am Bau des umstrittenen Kohlekraftwerkes in Datteln fest. "Wir gehen davon aus, dass im nächsten Jahr noch offene Rechtsfragen gelöst werden", sagte der Vorstandsvorsitzende der "Bild"-Zeitung am Donnerstag. "Ich vertraue auf die Bereitschaft aller Beteiligten, den Weg zur Heilung von Planungsfehlern gemeinsam und erfolgreich zu begehen." Eon will in Datteln das größte Steinkohlekraftwerk Europas bauen. Dagegen hatten der BUND und Anwohner erfolgreich geklagt.

Die Bauarbeiten müssen nun ruhen.
Am 16. März 2010 hatte das Bundesverwaltungsgericht entschieden, keine Revision zur Aufhebung des Bebauungsplans für das Kohlekraftwerk Datteln in Nordrhein-Westfalen zuzulassen. Damit wurde das Kohlekraftwerksprojekt praktisch endgültig zum "Schwarzbau". Eon hatte versucht, ein Urteil des Oberverwaltungsgericht in Münster zu kassieren. Dort hatten die Richter den Dattelner Bebauungsplan im September 2009 wegen Verstößen gegen das Umwelt- und das Planungsrecht für ungültig erklärt. Seitdem liegt die fast vollendete Baustelle weitgehend brach.
Eon darf zudem sein Kraftwerk Staudinger im hessischen Großkrotzenburg erweitern. Das zuständige Regierungspräsidium in Darmstadt hatte noch im Dezember eine erste Teilgenehmigung erstattet, die "bauvorbereitende Arbeiten, die Errichtung des Kessel- und Maschinenhauses oder des Kühlturms und des Kühlwasserpumpenbauwerks" gestattet.
klimaretter.info/reni
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