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Preiserhöhung "nicht gerechtfertigt"

Viele Stromkonzerne erhöhen zum Jahreswechsel ihre Tarife. Preiserhöhungen von durchschnittlich sieben Prozent haben 500 der insgesamt 900 Stromlieferer zum 1. Januar angeschoben. Oft schlagen sie in dem Maße auf, wie sich die Umlage für die erneuerbaren Energien zum Jahreswechsel erhöht. Das aber ist "nicht gerechtfertigt". Zu diesem Urteil kommt ein Gutachten, das der Leverkusener Energiewirtschaftler Gunnar Harms im Auftrag der bündnisgrünen Bundestagsfraktion erstellt hat.


Studie wirft Stromkonzernen Abzocke vor. (Foto: Michael Schulze von Glaßer)

Im Gutachten rechnet Harms vor, dass zwar die Kosten zur Förderung der erneuerbaren Energien um knapp 1,5 Cent je Kilowattstunde steigen. Im Gegenzug aber gehen andere preisbildende Kostenpositionen runter: So müssen zum Beispiel die Konzerne weniger für die Strombeschaffung an der Börse zahlen. Vergleicht man die Jahre 2009 und 2010, so sanken die Strombeschaffungskosten um durchschnittlich 0,9 Cent pro Kilowattstunde. Zum kommenden Jahreswechsel sinken diese Kosten um weitere 0,6 Cent pro Kilowattstunde.

Die Summe zeigt, dass die Stromkonzerne nur einen Teil der erhöhten Ökostrom-Umlage an die Verbraucher weiterreichen dürften. Da sie aber die Umlage eins zu eins weitergeben, erhöhen sie damit ihre Gewinne deutlich. Die Untersuchung errechnet für die Konzerne ungerechtfertigte Zusatzeinnahmen in Höhe von zwei Milliarden Euro. "Das ist jetzt belegt: Die Konzerne erhöhen vielfach die Preise, um ihre Gewinne zu steigern", erklärte Bärbel Höhn, Vizechefin der Grünen-Bundestagsfraktion.

klimaretter.info/reni


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