Eon rettet das Klima - in Russland
Eon hat am Freitag 150 Kilometer östlich von Moskau - im Ort Shatura - ein Gas- und Dampfturbinen-Kraftwerk hat am Freitag (GuD) mit einer Kapazität von 400 Megawatt in Betrieb genommen. Diese Technologie gilt mit einem Wirkungsgrad von fast 56 Prozent als besonders klimafreundlich. Bernhard Reutersberg, Mitglied des Eon-Vorstands: "Dieses Projekt zeigt, was Eon mit seiner neuen strategischen Ausrichtung cleaner & better energy konkret meint: Wir wollen wir Russlands Stromwirtschaft modernisieren und die Versorgung mit Energie für die russischen Haushalte und die russische Industrie sicherer, effizienter und klimafreundlicher machen".
Durch den hohen Wirkungsgrad verringert sich der russische Kohlendioxid-Ausstoß im Vergleich zu älteren Anlagen mit vergleichbarer Leistung um jährlich 500.000 Tonnen Treibhausgas. Das Neubauprojekt sei von den Vereinten Nationen (UN) als erstes russisches Joint-Implementation-Projekt im Rahmen des Kyoto-Mechanismus anerkannt worden. "Die Inbetriebnahme des neuen Kraftwerks Shatura ist der erfolgreiche Auftakt unseres Investitionsprogramms in der russischen Stromerzeugung", sagte Sergei Tazin, Generaldirektor von Eon Russia. Das Investitionsprogramm habe eine Höhe von 2,3 Milliarden Euro, Eon will damit seine Kraftwerkskapazitäten in Russland um 2.400 Megawatt auf dann 11.000 Megawatt ausbauen. Alles samt klimafreundlich und auf Gas-Basis: Mit den drei noch im Bau befindlichen GuD-Anlagen - zwei in Surgut und eine in Jaiva - werde sich das Unternehmen ebenfalls um die Anerkennung als Joint-Implementation-Projekt bewerben, erklärte Eon.
In Deutschland setzt Eon dagegen weiterhin auf Klimaschädigung. O-Ton Eon: "Der wesentliche Teil der Kohleverstromung bei E.ON entfällt auf Steinkohlekraftwerke, die 2009 über eine zurechenbare Kraftwerksleistung von 22,4 GW verfügten. Neben der Steinkohle wird auch Braunkohle weiter verstromt. Braunkohlekraftwerke stoßen mit ihrem vergleichsweise niedrigen Wirkungsgrad große Mengen an Kohlendioxid aus."
Und daran soll sich auch so schnell nichts ändern: In Datteln und am Staudinger bei Hahnau versucht Eon gegen bestehende Gerichtsurteile seine Kohleblöcke weiter zu bauen, in Wilhelmshaven musste der Essener Konzern seine Pläne im April aufgeben.
Nach einer Untersuchung des Öko-Institutes sind in Deutschland 76 fossile Kraftwerksblöcke am Netz, die weniger als 39 Prozent des eingesetzten Brennstoffes in Strom verwandeln - der Rest geht überwiegend als Abwärme in die Umwelt. Schon Mitte der 80er Jahre waren Wirkungsgrade von 43 Prozent technischer Standard, Deutschland belegt bei der Steigerung der Wirkungsgrade im Kraftwerkspark EU-weit einen hinteren Platz.
klimaretter.info/reni
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