Öl-Bonanza vor Grönland fällt vorerst aus
Die schottische Firma Cairn Energy hat seine diesjährigen Bohrungen vor Grönland abgeschlossen, ohne auf kommerziell verwertbare Ölfunde gestoßen zu sein. Statt der geplanten vier konnten nur zwei Bohrlöcher zum Ende der Bohrsaison am 30. September fertiggestellt werden, teilte das Unternehmen mit. Die Arbeiten an einem dritten Bohrloch, in dem Cairn zeitweilig Öl gefunden hatte, konnten nicht rechtzeitig abgeschlossen werden. Die Daten sollen nun vor Beginn der neuen Bohrsaison Ende Juni ausgewertet werden, um zu entscheiden, ob dort die Arbeiten wieder aufgenommen werden.

Vorerst ohne Ölfunde: Küste vor Grönland. (Foto:www.eastgreenland.com)
Cairn gab bekannt, dass die Bohrungen an den ersten beiden Bohrlöchern, in denen Spuren von Kohlenwasserstoffen gefunden wurden, nicht zu kommerziell verwertbaren Funden von Öl und Gas geführt haben. Die Ausgaben in Höhe von 117.000 Millionen Pfund (rund 134 Millionen Euro) sollen abgeschrieben werden. Die Cairn-Aktien fielen nach Veröffentlichung der Meldung um sieben Prozent.
Ein Greenpeace-Sprecher begrüßte das vorläufige Scheitern der Ölsuche: "Das ist eine sehr gute Nachricht für alle, die einen neue arktische Öl-Bonanza stoppen wollen. Den ganzen Sommer über hat Cairn optimistische Presseerklärungen verteilt, während in der Realität ihr Grönland-Unternehmen gescheitert ist. Die Investoren täten nun gut daran, ihr Geld in bereits erprobte saubere Technologie-Unternehmen zu stecken." Umweltschützer sehen die Ölbohrungen in der Arktis mit Besorgnis, da die Schäden bei einem Unfall angesichts der kalten Temperaturen noch verheerender sein könnten als in wärmeren Gewässern. Greenpeace hatte die Cairn-Bohrungen im Sommer kurzzeitig durch eine Besetzung gestoppt.
klimaretter.info/mare
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