"Energie in Bürgerhand" will Stadtwerke-Beteiligung
Die Initiative "Energie in Bürgerhand" steht kurz davor, sich finanziell an den Stadtwerken Jena-Pösneck und der KommunalPartner GmbH, einem Stadtwerke-Zusammenschluss aus Baden-Württemberg, zu beteiligen. Mehrere der betroffenen Stadtwerke sind an der Planung von Kohlekraftwerken beteiligt.

Eine bürgernahe Stromversorgung durch Stadtwerkebeteiligung? (Foto: Regierung Online)
"Energie in Bürgerhand" wurde ursprünglich mit dem Ziel gegründet, finanziell beim Energieversorger Thüga einzusteigen. Thüga, ursprünglich ein Eon-Tochterunternehmen, musste von dessen Besitzer aus kartellrechtlichen Gründen verkauft werden. Die Initiative, die maßgeblich vom Gründer der Elektrizitätswerke Schönau, Michael Sladek, vorangetrieben wurde, strebte an, durch finanzielle Beteiligungen möglichst vielen Bürgern ein Mitspracherecht bei Konzernentscheidungen zu ermöglichen. Die Pläne scheiterten jedoch: Man konnte sich mit dem Stadtwerkeverbund Kom9 unter Führung der Freiburger Badenova nicht einigen. Zwar hätte man das Geld der Initiative gerne gesehen, Mitbestimmungsrechte wollte man den Bürgern jedoch nicht einräumen.
Die nun den Gesellschaftern vorgeschlagenen Beteiligungen dürften umstritten sein: Die Stadtwerke Jena-Pösneck sind an der Planung eines Kohlekraftwerks in Krefeld-Uerdingen durch die Firma Trianel beteiligt. Die KommunalPartner GmbH wiederum besteht mehrheitlich aus Stadtwerken, die an den Plänen der Südweststrom AG für den Bau eines Kohlekraftwerks in norddeutschen Brunsbüttel beteiligt sind. Es ist erklärtes Ziel von "Energie in Bürgerhand", auf eine klimafreundliche Energiezukunft hinzuarbeiten. Bleibt abzuwarten, inwieweit dies mit einer Minderheitenbeteiligung möglich sein wird.
klimaretter.info/hb
Guter Journalismus kostet
Sie können die Texte auf klimaretter.info kostenlos lesen. Erstellt werden sie jedoch von bezahlten Redakteuren. Unterstützen Sie den Klimaretter-Förderverein
Klimawissen e. V. einmalig durch eine Spende oder dauerhaft mit einer Fördermitgliedschaft.
Spendenkonto
Die Schlagzeilen um 13 Uhr
In dieser Woche am meisten gelesen
Meinungen: Überraschung der Woche
Röttgens Täuschung, Altmaiers Fahrrad und Merkels Verantwortung Kalenderwoche 20: Fachlicher Kompetenz führt nicht dazu, ein politisches Amt zu begleiten. Aber das ist leider ein allgemeiner Trend, findet Michael Müller, SPD-Politiker und -Vordenker und Mit-Herausgeber von klimaretter.info: In der Politik kommt es heute mehr auf das Management von Macht an als auf eine programmatische Idee. [mehr...]
Meinungen: Etscheits Alltagsstress
Ich liebe es! Einmal den Uli Hoeneß machen, auf jedes Umweltgewissen pfeifen und beim Burgerbrater um die Ecke so richtig die Ökosau rauslassen - wäre das nicht irgendwie herrlich? Nun ja ... Lesen Sie selbst!
Von Georg Etscheit [mehr...]
Jahrestag
Das Fukushima-Dossier
11. März 2011: Die Welt wird mit Stärke 9 erschüttert, fast 20.000 Menschen sterben. Die Atomanlagen havarieren, ein politischer Tsunami folgt. Kanzlerin Merkel ändert binnen 7 Monaten ihre Politik komplett, die Welt diskutiert die Atomkraft. Zum Jahrestag präsentiert klimaretter.info jenes Dossier, das damals im Nachrichtendschungel Orientierung gab. [mehr]
Aktion des Monats Das Netzwerk Friends of the Earth hat eine Europäische Bürgerinitiative für den EU-weiten Atomausstieg gestartet. BUND-Hubert Weiger, einer der Initiatoren sagt, mit der Volksinitiative habe man "jetzt endlich eine greifbare Möglichkeit, den Weg in eine sichere und saubere Energiezukunft zu ebnen". Nutzen wir sie! [mehr] | Zu Ihrem Vorteil Sie lesen uns gerne und regelmäßig? Sie finden unser Angebot interessant, hilfreich und erhellend? Dann müssen Sie uns helfen! Unabhängiger Journalismus kostet Geld, und wenn RWE, Vattenfall, die CDU oder die Netzbetreiber nicht dafür zahlen, dann doch wohl Sie! Abonnieren Sie uns, für 3, 5 Euro oder 50 im Monat, für 100 Euro im Jahr - oder "Flattrn" Sie uns [mehr...] |
Klimaretter-Jobbörse
Die Pioniere der Energiewende
Ein Elektroingenieur für den Bereich Netzanschluss gesucht? Einen Sicherheitsexperten für die Windkraft? Eine Klimaberaterin für die Verbraucherzentrale in Mainz? Auf der klimaretter.info Jobbörse werden viele spannende Jobs zur Energiewende angeboten. [mehr]
Lexikon Was eigentlich ist TREC und was die COP? Wie berechnet sich der Heizwert und wie die Wärmestrahlung? Wie funktioniert Contracting, wie ein Smart Grid? Antworten auf diese und viele andere Fragen finden Sie in unserem Lexikon zum Stöbern - und Nachfragen [mehr] | Klimaretter-Beichtstuhl Na, doch wieder einmal schwach geworden? Doch wieder eine unnötige Strecke mit dem Auto gefahren? Doch wieder ins Flugzeug gestiegen? Fehler zu (be)kennen, ist der erste Schritt zur Besserung: Erzählen Sie einfach sich, was Sie bereuen. Und warum. Sie werden sehen: Das erleichtert! Nutzen Sie einfach unseren "klimaretter.info-Beichtstuhl". [mehr...] |
Vattenfall: Einfach schlecht vorbereitet
Es gibt Werbekampagnen, die so schlecht sind, dass man sich fragt, wie sie jemals zustande kommen konnten. Ist die Agentur zu blöd? Wollen die Chefs, die die Kampagne abnehmen, ihre Firma bewußt schädigen? Ist das Produkt so miserabel, dass es[…] [mehr...]Mehr vom Lügendetektor
Klimaretter-Dossiers
Die Gesetze der Energiewende - Eine Analyse
Atomkraft weltweit - Die Welt nach Fukushima
Der GAU von Tschernobyl - 25 Jahre später
Atomunfall in Japan - Das Unglück von Fukushima
E10 und das Politikversagen - Wie es jetzt weiter geht
Das Zwei-Grad-Ziel - Ist die Erderwärmung zu stoppen?
Anpassungsstrategie - Das Meer steigt
Fussball-WM 2010 - Afrika im Klimawandel
Ausgekohlt - Wie Kohlekraftwerke kippten
Nordrhein-Westfalen 2010 - Die Klima-Wahl
Bundestagswahl 2009 - Klima nur Nebensache
Merkels Klimabilanz - Bilanz der Meseberg-Beschlüsse
McPlanet-Kongress - Beginn einer neuen Bewegung
Beichtstuhl - Wen das Gewissen plagt
Kopenhagen ABC - Deshalb gibt es COPs und MOPs
Klimakonferenz-Specials
Durban Dezember 2011 - COP17 in Südafrika
Berlin Juli 2011 - Petersberger Dialog ohne Ergebnis
Bonn Juni 2011 - Kein Frühling auf der Frühjahrstagung
Bangkok April 2011 - Verwaltung statt Klimarettung
Cancún Dezember 2010 - Hoffnungszeichen in Mexiko
Tianjin Oktober 2010 - Letzte Konferenz vor Cancún
Bonn August 2010 - Die Sommerkonferenz
Bonn Juni 2010 - Noch mehr Stillbeschäftigung
Bonn April 2010 - Stillbeschäftigung in Bonn
Alternativgipfel April 2010 - Cochabamba
Dezember 2009 - Kopenhagen Countdown
Kopenhagen Dezember 2009 - COP15
Barcelona November 2009 - Noch viele Fragezeichen
Bangkok Oktober 2009 - Feinschliff am Text
Bonn Juni 2009 - Hoffnung auf ein Abkommen
Poznan Dezember 2008 - Der 14. Klimagipfel COP14
Bali Dezember 2007 - Der 13. Klimagipfel COP13





Trotz Atomkatastrophe: Dem Kohlekraftwerk Brunsbüttel laufen weiter die Investoren davon
Stadtwerke "auf Kurs" bringen: In Tübingen demonstrieren Klimapiraten auf dem Neckar gegen die Unterstützung des Grünen-Oberbürgermeisters Boris Palmer für das Kohlekraftwerk Brunsbüttel
Ende der Einwendungsfrist zum immissionsschutz-rechtlichen Verfahren gegen Bayer- und Trianel-Kohlekraftwerk in Krefeld-Uerdingen. Umweltverbände kündigen bei Genehmigung Klage an
Protest mit dem Sägeblatt gegen erste Teilgenehmigung für Südweststrom-Kohlekraftwerk
Offshore-Windpark soll spätestens 2013 ans Netz
Dem Kohlekraftwerk Brunsbüttel laufen weiter die Investoren davon. Der lokale Energieversorger aus Offenburg will verstärkt auf erneuerbare Energien setzen und steigt aus dem Projekt aus
Nach dem Absprung von drei Schweizer Energiekonzernen wollen auch die Graubündener nicht mehr
Stadtrat erklärt Bürgerentscheid zum Ausstieg aus der Kohlekraftwerksbeteiligungen in Krefeld und Lünen für zulässig. Abstimmung am 4. Juli ist bindend
Eon will seine Stadtwerke-Tochter verkaufen, eine Genossenschaft bietet jetzt mit. Glaubt man der Financial Times Deutschland, steht der Verkauf unmittelbar bevor. Damit würde ein neuer Energieanbieter entstehen, der den "Vier Großen" EnBW, Vattenfall, RWE und eben Eon die Stirn bieten kann
Schweizer Energieversorger schmückt sich "zu Hause" mit Öko-Image, baut aber in Brunsbüttel Kohlekraftwerk
Anlass ist eine nicht zulässige Klage von Umweltschützern gegen das Kohlekraftwerk Lünen: Europäischer Gerichtshof berät über deutsches Klagerecht
Keine wettbewerblichen Bedenken: Stadtwerke-Konsortium kauft 51 Prozent an Evonik-Tochter



