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Kingsnorth: Eon zieht CCS-Pläne zurück

Der Eon-Konzern teilt mit, sich nicht mehr an der Ausschreibung der britischen Regierung für ein CCS-Kraftwerk zu beteiligen. Überraschend kommt der Schritt nicht: Vor etwa einem Jahr hatte Eon bereits erklärt, das Kraftwerk vorerst nicht bauen zu wollen und das Projekt frühestens 2016 weiterzuverfolgen.

climatecampkingsnorth
Das zweite britische Klimacamp vor dem Eon-Kraftwerk. (Foto: Climatecamp)

Ursprünglich sollte in Kingsnorth in der Grafschaft Kent der erste Kohlekraftwerksneubau seit über zehn Jahren im vereinigten Königreich stattfinden. Kingsnorth wurde zum Symbol für eine erstarkende Klimaschutzbewegung auf den britischen Inseln - das Klimacamp schlug 2007 seine Zelte vor den bestehenden Kraftwerksbauten auf. Nach den Protesten erklärte die britische Regierung zunächst, man werde den Bau nur in Kombination mit Kohlendioxid-Abscheidungstechnologie genehmigen.

"Nachdem wir Kingsnorth letztes Jahr verzögert haben, wurde uns klar, dass die wirtschaftlichen Voraussetzungen nach wie vor nicht geeignet sind, mit dem Projekt fortzufahren, daher haben wir schlicht kein Kraftwerk, an dem wir eine CCS-Demonstrationsanlage bauen können." sagte Eon-Sprecher Paul Goldby.

Für die CCS-Fördermittel der Regierung verbleibt momentan nur ein Wettbewerber. Ein Konsortium mit der Iberdrola-Tochterfirma Scottish Power an der Spitze will ein bereits bestehendes Kraftwerk am Standort Longannet nachträglich mit Kohlendioxid-Abscheidung ausstatten.

klimaretter.info/hb

 

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