Wettrennen um die Gaspipeline
Die Türkei und die Europäische Union sind fest entschlossen, 2010 mit dem Bau der geplanten Nabucco-Pipeline zu beginnen. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, solle ab 2013 Gas aus dem Kaspischen Raum nach Europa fließen. Turkmenistans Präsident Kurbanguli Berdimuchamedow werde Regierungskreisen zufolge kommende Woche in die Türkei reisen, um mit der türkischen Regierung über Gas-Lieferkontingente zu verhandeln. Denn nur wenn diese vorliegen, werden sich Banken zur Kreditmittelvergabe für die 3.300 Kilometer lange Pipeline bereit erklären.

Anschluß gesucht: Wer macht das Rennen? (Foto: Reimer)
Experten hatten bezweifelt, dass das Projekt rechnet: Russland hatte im Februar Verträge für seine Gaspipeline "South Stream" unterzeichnet. Diese Pipeline soll jährlich mindestens 10 Milliarden Kubikmeter russisches Erdgas in die EU transportieren - über Bulgarien, Rumänien und Serbien. Zwei Pipelines, so Experten, sind vermutlich eine zu viel.
Die Frage dürfte sein, wer schneller ist: Am Nabucco-Projekt sind die deutsche RWE, die österreichische OMV AG, die türkische Botas, Bulgargaz aus Bulgarien, die ungarische MOL und die rumänische Transgaz beteiligt. Die Gasleitung soll mindestens 4,6 Milliarden Euro kosten.
klimaretter.info/reni
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