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"AKW-Abschalten ist keine Drohung"

Die acht ältesten und unsichersten Atomkraftwerke Deutschlands könnten sofort abgeschaltet werden, ohne dass es zu Engpässen in der Energieversorgung komme. Das sollen Berechungen der Umweltorganisation Greenpeace belegen. Demnach würden die ältesten sieben AKW nur noch rund 5,5 Prozent des deutschen Strombedarfs decken. Bis 2015 könnten die übrigen neun der insgesamt 17 deutschen AKW vom Netz gehen, so Greenpeace.

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Projektion eines Protestbanners auf das AKW Krümmel (Foto: Greenpeace)

Das vom Aachener Institut EUtech erstellte Gutachten "Energie-Szenario Plan B 2050" zeige, dass ein beschleunigter Kohleausstieg bis 2015 und ein folgender Kohleausstieg bis 2040 zu einer klimaschonenden Stromversorgung führen kann. Bei gleichbleibender Versorgungssicherheit und sinkenden Stromkosten.

Daher sei die Drohung der Stromkonzerne, "keine Drohung, sondern eine gute Nachricht", sagt Tobias Münchmeyer, Greenpeace-Atomexperte. Im Rahmen der Debatte um Laufzeitverlängerungen und eine Brennelementesteuer hatten die Atomkonzerne Ende vergangener Woche gedroht, AKW abzuschalten, falls es zur geplanten Steuer käme.

Den Angaben der Studie zufolge habe die Stromproduktion der sieben ältesten AKW Biblis A und B, Brunsbüttel, Neckarwestheim 1, Isar 1, Philippsburg 1 und Unterweser, sowie der Pannenreaktor Krümmel deutlich abgenommen. Zusammen haben sie 2009 lediglich 32 Terawattstunden Strom produziert. Deutlich weniger als noch 2008 mit 48 Terawattstunden. Die Produktion der erneuerbaren Energien habe gleichzeitig deutlich zugenommen und trage inzwischen einen Anteil von 16 Prozent an der Stromproduktion in Deutschland.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt, begrüßte die Drohung der Stromkonzerne: "Ein schneller Atomausstieg ist offenbar auch für die Chefs der Konzerne eine reale und zudem ökonomisch sinnvolle Option."

klimaretter.info/sima

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