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Dezentrale Stromerzeugung auf Vormarsch

Dezentrale Stromerzeugung ist auf dem Vormarsch. Bis 2020 werden dadurch 40 Prozent der installierten Gesamtkapazität bestritten, heißt es in einer Studie des Beratungsunternehmens Boston Consulting. Weil der Ausbau der regenerativen Energien ganz oben auf der europäischen Agenda stehe, müssten Energieversorger ihre Unternehmensstrategie grundsätzlich ändern, wenn sie weiterhin erfolgreich sein wollen.

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Erneuerbare und Kraft-Wärme-Kopplung können bis 2020 50 Prozent des Stromverbrauchs in der EU ausmachen (Foto: Thomas Haertrich/BMU)

Besonders die Windkraft- und Photovoltaik-Branche wachse in den kommenden zehn Jahren stark an. 2009 erreichten die installierten Photovoltaik-Anlagen in der Europäischen Union eine Leistung von rund zehn Gigawatt, bis 2020 prognostiziert Boston Consulting 90 Gigawatt Leistung. Regenerative Energien können der Studie zufolge gemeinsam mit Kraft-Wärme-Kopplung bis 2020 einen Anteil von 50 Prozent an der in der EU verbrauchten Elektrizität liefern.

"Business as usual ist für konventionelle Stromerzeuger keine Alternative mehr", sagte Michael Kofluk, Energieexperte von Boston Consulting und Mitautor der Studie. Notwendig sei vor allem der Ausbau von Übertragungsleitungen, Energiespeichersystemen und intelligenten Netzen.

Die Gemeinsame Forschungsstelle der EU-Kommission hatte am 5. Juli einen Bericht veröffentlicht, demnach mehr als 60 Prozent der zwischen 2008 und 2009 neu installierten Stromkapazitäten in der EU aus erneuerbaren Energien stammten. 2009 wurde rund 20 Prozent des Elektrizitätsverbrauchs in der EU aus Erneuerbaren gedeckt.

klimaretter.info/jot

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