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Erstes Halbjahr brachte Solarboom

Die schwarz-gelbe Solarkürzung hat im ersten Halbjahr zu einem regelrechten Photovoltaik-Boom in Deutschland geführt. Die Bundesnetzagentur meldete am Dienstag einen im Vergleich zum Vorjahr extrem hohen Zubau von Solarstrom-Anlagen. "Wir verzeichnen in den letzten Wochen eine Flut an Datenmeldungen", sagte Agenturchef Matthias Kurth - seit Anfang 2009 müssen alle Investoren ihre Anlagendaten bei der Behörde registrieren lassen, sie hat deshalb den verlässlichsten Überblick über den Markt.

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Solarmoneure hatten im ersten Halbjahr noch gut zu tun - nun wird eine Flaute erwartet  (Foto: Aleo Solar)

"Bereits aus der vorläufigen Auswertung der Monate Januar bis Mai 2010 ergibt sich ein Zubau von rund 1,7 Gigawatt", erklärte Kurth. Im Laufe des Junis, des letzten Monats vor Senkung der Einspeisevergütung, seien dann noch einmal rund 50.000 Anträge eingegangen - mit einer Anlagenleistung von deutlich über einem Gigawatt. Die addierten gut drei Gigawatt ergeben für das erste Halbjahr 2010 einen Zubau, der fast so groß war wie die 3,8 Gigawatt des Gesamtjahres 2009.

Zum Vergleich: Ende 2009 waren in Deutschland nach Angaben der Bundesnetzagentur insgesamt 9,8 Gigawatt Photovoltaik-Kapazität installiert gewesen. Bei hochsommerlichen Wetter wie in den vergangenen Wochen können nun Solar-Anlagen in Deutschland bereits so viel Strom liefern wie sieben Atomkraftwerke - und etwa zehn Prozent des gesamten Stromverbrauches decken.

Bundestag und Bundesrat hatten sich Anfang Juli nach kontroversen Verhandlungen auf die lange angekündigte Senkung der Einspeisevergütung für Photovoltaik im Rahmen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geeinigt. Zum 1. Juli sank sie um 13 Prozent, Anfang Oktober soll eine Kürzung um weitere drei Prozent folgen. Solaranlagen sind zwar immer noch profitabel, Beobachter erwarten aber trotzdem erstmal ein Abflachen des Marktes. Wegen des zurückliegenden Booms ist nun - einem dynamischen Mechanismus im neuen EEG folgend - für Anfang 2011 mit einer weiteren deutlichen Absenkung zu rechnen.

klimaretter.info/alf

 

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