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BP verliert Milliarden - und seinen Boss

Die Bekanntgabe der neuen BP-Quartalszahlen - und des Abgangs des bisherigen Konzernchefs Tony Hayward - ist von Protesten begleitet worden. Greenpeace-Aktivisten demonstrierten vor der deutschen BP-Zentrale in Bochum sowie an rund 50 Tankstellen in London gegen die Versuche des Ölunternehmens, sich ein grünes Image zu geben.

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Der Untergang der BP-Ölplattform im April löste eine Ölkatastrophe aus. Greenpeace: Raus aus der Tiefsee. Foto: Patric Salize/Greenpeace)

Um den Ölkonzern geht es den heute veröffentlichten Zahlen für das zweite Quartal zufolge schlecht. BP verzeichnete demnach den ersten Vierteljahresverlust seit 1992. Im ersten Quartal hatte das britisch-amerikanische Unternehmen noch 6,1 Milliarden Dollar Gewinn verbucht, im zweiten Quartal machte es 17,1 Milliarden Dollar Verlust. Grund ist vor allem das Öldesaster im Golf von Mexiko.

Darüber hinaus verkündete der Konzern den erwarteten Rücktritt von Vorstandschef Tony Hayward. Er war wegen seines Krisenmanagements nach der Explosion der Ölplattform Deepwater Horizon am 20. April zunehmend in die Kritik geraten. Nachfolger wird Robert Dudley, der bereits vor einigen Wochen die Leitung des Krisenmanagements übernommen hatte. Hayward soll allerdings im Konzern bleiben.

"Hundert Tage nach Beginn der Ölkatastrophe im Golf von Mexiko wird immer deutlicher, dass Ölbohrungen in der Tiefsee nicht beherrschbar sind und BP nichts aus dem Desaster gelernt hat", kommentierte Greenpeace. Die Umweltorganisation kritisierte die Umbenennung des Konzerns von British Petroleum in "beyond petroleum", womit der Konzern suggerieren wolle, mehr als nur Öl im Angebot zu haben. Greenpeace zufolge investiert BP allerdings nicht einmal 0,5 Prozent seines Jahresumsatzes in klimaschonende Energien. In den kommenden Jahren wolle das Unternehmen lediglich eine Milliarde Dollar in erneuerbare Energien investieren - in riskante Ölförderprojekte flössen dagegen 19 Milliarden Dollar.

klimaretter.info/jot

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