2020: Ökostrom-Anteil bei 38 Prozent
Das Bundesumweltministerium rechnet für das Jahr 2020 mit einem Ökostrom-Anteil von 38,6 Prozent. Das geht nach einem Bericht der Frankfurter Rundschau aus dem Entwurf eines "Nationalen Aktionsplan für erneuerbare Energien" hervor. Der Anteil von Wind, Wasser, Sonnenenergie und Biomasse an der Stromerzeugung liegt heute bei knapp 17 Prozent und würde sich demnach innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppeln.

Der BMU-Aktionsplan für Wind, Sonne und Co. peilt einen Stromanteil von 38,6 Prozent bis 2020 an. (Foto: Reimer)
Im Wärmebereich steigt der Anteil erneuerbarer Energiequellen den Prognosen nach bis 2020 auf 15,5 Prozent an, im Verkehrsbereich auf 13,2 Prozent. Der Aktionsplan muss auf Ansage der Europäischen Union für die Sektoren Strom, Wärme und Verkehr erstellt werden. Hintergrund ist das EU-Ziel, bis 2020 einen Erneuerbaren-Anteil von 20 Prozent zu erreichen.
Interessant sind die Berechnungen im Hinblick auf das Energiekonzept, das von der Bundesregierung im August vorgelegt werden soll. Darin sollen auch Laufzeitverlängerungen für Atomkraftwerke festgesetzt werden. Bundesumweltminister Norbert Röttgen (CDU) hatte als Voraussetzung für den Atomausstieg einen Erneuerbaren-Anteil von 40 Prozent genannt, der sich aus dem derzeitigen Anteil von Erneuerbaren (17 Prozent) und Atomkraft (23 Prozent) genannt. Nach derzeitiger Ausstiegsregelung würde das letzte Akw 2022 vom Netz gehen.
Die Äußerungen Röttgens hatten zu einem heftigen Unionsinternen Streit geführt. Baden-Württembergs Ministerpräsident Stephan Mappus (CDU) legte dem Umweltminister indirekt sogar den Rücktritt nahe. Gestritten wird noch immer, jüngst jedoch weniger um konkrete Zahlen als um die generelle Zustimmungspflicht des Bundesrats zur Frage der Laufzeiten.
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