Chinas Emissionswachstum ist krisenfest
Chinas Kohlendioxidemissionen (CO2) sind 2009 auf 7,5 Milliarden Tonnen angestiegen. Das geht aus dem Weltenergiereport des Ölkonzerns BP hervor. Während die Wirtschaftskrise in Industrieländern für einen Rückgang der Produktion und damit für weniger Kohlendioxid sorgte, wuchs der CO2-Ausstoß um 8,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr an.

China: Gleichzeitig größter Kohlendioxid-Emittent der Welt und Spitzenreiter bei Erneuerbaren Energien. (Foto: ccchina.gov.cn/Xinhua)
Nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters ist China damit das erste Land, das in einem Jahr mehr als sieben Millionen Tonnen Kohlendioxid ausgestoßen hat. Seit 2007 liegt China als CO2-Emittent weltweit - in absoluten Mengen- an erster Stelle vor den USA. Hier sind Emissionen im vergangenen Jahr um 6,5 Prozent auf 5,9 Milliarden Tonnen gesunken.
Das Land der Mitte ist dennoch auf einem besseren Weg als die USA, kommentierte etwa Nick Robins, Klimaexperte der HSBC-Bank. China habe sich im Gegensatz zu den USA konkrete Emissionsreduktionsziele gesetzt. Darüber hinaus hat die chinesische Regierung Ende Mai bekannt gegeben, 2014 einen Emissionshandel einzuführen. Auch in Sachen Pro-Kopf-Emissionen liegt die Volksrepublik auch weiterhin deutlich unter dem verursachten Durchschnittsausstoß eines Amerikaners. Inzwischen ist das Land zudem globaler Spitzenreiter bei Investitionen in in Erneuerbare Energien.
Global sind die Kohlendioxidemissionen 2009 um 1,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr gefallen und lagen bei 31,13 Milliarden Tonnen. Die bisher meisten CO2-Emissionen wurden 2008 mit 31,55 Milliarden Tonnen in die Atmosphäre geblasen.klimaretter.info/jot
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