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Italien will Solar-Genehmigungen vereinfachen

Italien will landesweit ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren für Photovoltaikanlagen bis 1 Megawatt einführen. Dazu hat das italienische Parlament ein entsprechendes Gesetz auf den Weg gebracht. Die Rechtsanwaltskanzlei Rödl & Partner in Padua wertet den Schritt als wichtige Weichenstellung für Investitionen auf dem italienischen Markt.

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In Deutschland soll die Solarumlage drastisch gekürzt werden, in anderen Ländern boomt es erst seit jüngere Zeit. Zum Beispiel in Italien, wo auch etliche deutsche Unternehmen wie der Wörrstädter Projektierer Juwi aktiv sind. (Foto: Juwi)

Mit dem Gesetz sollen verschiedene Richtlinien der Europäischen Union umgesetzt werden, darunter auch die Forderung, Zulassungsverfahren für Anlagen im Bereich Erneuerbare Energien in den EU-Mitgliedsstaaten zu vereinfachen und vor allem Genehmigungsprozesse für kleine Anlagen zu verschlanken. Bis Ende des Jahres will die italienische Regierung detaillierte Vorgaben zu dem vereinfachten Genehmigungsverfahren ausarbeiten.

Investitionen im Solarbereich würden dadurch künftig deutlich erleichtert, sagt Rechtsexpertin Svenja Bartels. Italien gehöre durch die seit 2007 greifende Einspeisevergütung und eine überdurchschnittlichen Sonnenscheindauer zu einem der attraktivsten Investitionsstandorte der internationalen Photovoltaikbranche. Systembetreiber erhalten eine Förderung von bis zu 47 Cent pro Kilowattstunde für Solarstrom, hinzu kommen die Einnahmen aus dem Stromverkauf. Zu den wichtigsten Investoren gehören auch deutsche Unternehmen.

Nach Prognosen des Europäischen Solarbranchenverbands EPIA wird Italien vor allem mittelfristig zu einem der attraktivsten Märkte für Solarenergie werden. 2009 wurden in Italien Photovolatik-Anlagen mit einer Gesamtleistung von 711 Megawatt gebaut. Größeren Zuwachs konnte im vergangenen Jahr weltweit nur Deutschland verzeichnen.

© wir-klimaretter.de/sam

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