Schott Solar expandiert in Fernost
Der Solaranlagenbauer Schott hat angekündigt, wegen des Preisdrucks in der Branche und der schwarz-gelben Energiepolitik stärker in Asien zu investieren. "Wir schauen uns verschiedene Standorte und Partnerschaftsoptionen an", zitiert die Financial Times Deutschland den Vorstandschef Martin Heming. Neubau oder Erweiterung der Fertigungskapazitäten in Deutschland seien nicht mehr geplant - auch wegen der von Union und FDP geplanten Einschnitte bei der Solarförderung.

Noch guter Laune - Produktionsarbeiterin bei Schott prüft einen Solarreceiver für ein Parabolrinnenkraftwerk (Foto: Schott Solar AG)
Heming betonte allerdings, dass Teile der Produktion und die Entwicklungsabteilung "immer" in Deutschland bleiben werde. Die Firma unterhält derzeit Standorte in Alzenau, Jena, Putzbrunn und Mitterteich, daneben in Tschechien, Spanien und den USA. Ein Jobabbau sei hierzulande aber nicht geplant, so der Schott-Chef, jedoch werde die Massenfertigung eher ins kostengünstigere Ausland verlagert. Andere Unternehmen der Branche, etwa Q.Cells oder Solarworld, sind längst in Malaysia oder Südkorea präsent.
Schott Solar hat nach eigenen Angaben derzeit weltweit 2.300 Mitarbeiter. Die hundertprozentige Tochter des Spezialglas-Konzerns Schott ist sowohl in der Photovoltaik aktiv als auch in der Parabolrinnentechnologie, auf der das vieldiskutierte Desertec-Projekt großer Solarkraftwerke in Nordafrika basiert.
wir-klimaretter.de/alf
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