Ukraine dreht den Hahn zu - diesmal für Strom
Die Ukraine hat ihre Stromlieferungen in die drei Nachbarländer Slowakei, Ungarn und Rumänien gestoppt. Mindestens einen Monat lang könne das Kohlekraftwerk im galizischen Burschtyn - also in der Westukraine - für den Export nicht genug Strom produzieren, weil es am Kohlenachschub fehle, erklärte der ukrainische Energieminister Juri Prodan am Dienstag der Agentur UNIAN in Kiev.

Hier jedenfalls sind Stromlieferungen nicht wichtig: Unter den goldenen Dächer des Michaelklosters in Kiev herrscht nach wie vor die Askese (Foto: Reimer)
In den letzten Jahren war die Ukraine in jedem Winter als Wackelkandidat für die Stromversorgung der EU lokalisiert worden: Wegen nicht bezahlter Rechnung und eines andauernden Streites über die Preisgestaltung mit Russland hatte die Ukraine immer wieder die Transitpipelines Richtung Westeuropa unterbrochen. Die wirtschaftlich angeschlagene Ukraine ist für die EU das wichtigste Gas-Transitland.
Aber diesmal geht es ja "nur" um unterbrochene Stromlieferungen: Ungarn und die Slowakei bestätigten den Stopp. Der Ausfall gefährde aber nicht die Energieversorgung, hieß es. Demnach seien die aus dem Nachbarland importierten Strommenge so gering, dass ihr Ausfall die Energieversorgung nicht gefährde, erklärten Experten.Â
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