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Stadtwerke Leipzig gegen längere Akw-Laufzeiten

Der Widerstand gegen die von Schwarz-Gelb geplanten Laufzeitverlängerungen für Akw wird lauter - und das auch aus ungewohnter Ecke. "Wettbewerb und Innovation auf dem Energiemarkt" würden durch eine solche Entscheidung "massiv bedroht", so die Stadtwerke Leipzig. Deshalb wolle man auch an den Gesprächen der Bundesregierung zum geplanten Energiekonzept beteiligt werden.

In den vergangenen Jahren habe man massiv in Erneuerbare Energien und die hocheffiente Kraft-Wärme-Kopplung investiert, so Thomas Prauße, der Geschäftsführer des größten ostdeutschen Stadtwerkes. „Wir haben uns auf das geplante Ausstiegsszenario verlassen." Wenn nun Eon, RWE, Vattenfall und EnBW ihre längst abgeschriebenen Atommeiler weiterlaufen lassen dürfen, sei das "eine Gefahr für die Wirtschaftlichkeit unserer
Anlagen".

Die Stadtwerke Leipzig sind Mitglied im Verbund 8KU. Acht größere kommunale Energieversorger haben sich darin zusammengeschlossen - darunter die Stadtwerke München (die bis 2015 alle Privatkunden mit eigenem Ökostrom versorgen wollen), die Mannheimer MVV (die gerade ein umstrittenes Kohlekraftwerk bauen) oder die südhessische HSE (die mit der Entega den nach eigenen Angaben zweitgrößten Ökostrom-Lieferanten Deutschlands betreiben).

Anfang Januar hatte bereits der Chef des Stadtwerkeverbandes VKU die schwarz-gelben Atompläne kritisiert. In dieselbe Bresche schlug der neue Chef des Bundeskartellamtes, Andreas Mundt. Vergangene Woche legte dann 8KU eine Studie der Universität Leipzig zu negativen Folgen einer Laufzeitverlängerung vor. "Dadurch werden weitere Innovationen verhindert, weil keine neuen Kraftwerke gebaut werden können", erklärt nun dazu der Leipziger Stadtwerkechef Prauße. "Zudem werden die Investitionsspielräume der großen Anbieter gestärkt – auf Kosten der Handlungsfähigkeit insbesondere der kommunalen Anbieter."

klimaretter.info/alf

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