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Belgien will auf fossile Energie verzichten

Belgien will bis zum Jahr 2050 komplett auf fossile Energien verzichten. Darauf einigten sich die vier für Energiefragen zuständigen Minister des Landes. Der sogenannte Energiepakt regelt auch den Ausstieg aus der Atomenergie – bis zum Jahr 2025 soll er vollzogen sein. Föderal- und Regionalregierungen müssen dem Beschluss noch zustimmen.

BildDas Atomkraftwerk Doel mit seinen vier Blöcken liegt nur wenige Kilometer von Antwerpen entfernt – also fast mitten in der Stadt. (Foto: George Monet/​Flickr)

Ursprünglich hatte Belgien die ältesten Atomreaktoren schon 2015 abschalten wollen. Das hatte die Regierung 2011 in Reaktion auf die Reaktorkatastrophe in Fukushima angekündigt. Doch 2014, also nur ein Jahr vor dem geplanten Ausstieg, bezog das Land immer noch 45 Prozent seines Stroms aus den sieben Reaktoren an den Standorten Doel und Tihange. Ihre Laufzeiten wurden verlängert – obwohl es immer wieder zu Pannen kommt.

Die Kohleverstromung dagegen lief bereits im vergangenen Jahr aus. Im April 2016 verbrannte das Kraftwerk Langerlo im belgischen Genk seinen letzten Steinkohlevorrat. Damit war die Stromproduktion kohlefrei – und Belgien damals das siebte EU-Land, das keine Kohle mehr verstromt.

Allerdings hatte Kohle ohnehin nur sechs Prozent zur belgischen Stromerzeugung beigetragen. Bedeutsamer ist hingegen Gas. Dieser fossile Energieträger steuert bislang 27 Prozent zum Strommix bei.

klimaretter.info/vk

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