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EU-Kommission für mehr Erneuerbare

Die Europäische Kommission hat ihren Gesetzesvorschlag für eine reformierte Erneuerbare-Energien-Richtlinie in der EU aktualisiert. Wie die Nachrichtenplattform Euractiv berichtet, hat der Vizepräsident der Kommission und Chef der Energie-Union Maroš Šefčovič in dieser Woche verkündet, dass die Kommission den Vorschlag um ein Erneuerbaren-Ziel von 30 Prozent im Jahr 2030 erweitert. In ihrem im vergangenen Herbst vorgestellten "Winterpaket" hatte sie noch 27 Prozent vorgeschlagen.

BildOffshore-Windräder in der Nordsee. (Foto: Impériale/​Wikimedia Commons)

Der "beeindruckende Preisrückgang" bei den Erneuerbaren habe die EU-Kommission davon überzeugt, ihre Pläne für 2030 zu aktualisieren, sagte Šefčovič Euractiv zufolge. "Die Kosten für das 27-Prozent-Ziel und das 30-Prozent-Ziel sind fast dieselben." Nun könnten beide Ziele diskutiert werden.

Mit der Korrektur kommt die Kommission einer Forderung des Europäischen Parlaments nach. Das hatte im Herbst kritisiert, dass die Kostenabschätzung der EU-Kommission veraltet sei, weil die Kosten für den Erneuerbaren-Ausbau gesunken sind. Šefčovič hofft laut Euractiv, mit der Aktualisierung das Trilog-Verfahren zwischen dem Europäischen Parlament, den zuständigen Ministern der Mitgliedsstaaten und der Kommission zu erleichtern. Die Verhandlungen sollen Anfang nächsten Jahres beginnen.

Jonathan Gaventa, Chef des Londoner Thinktanks E3G, lobt die EU-Kommissare. "Es ist gut, dass sie ihre Zahlen aktualisieren, die bisher verwendeten waren extrem veraltet", sagte er Euractiv. Allerdings sei aus Sicht des Energiesektors ein Ausbauziel von 35 Prozent Erneuerbaren und mehr möglich. Auch das EU-Parlament hat ehrgeizigere Ziele: In einem Bericht vom Herbst schlägt es 35 Prozent als Ziel vor.

klimaretter.info/fme

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