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Keystone-Pipeline mit undichter Stelle

Die Keystone-Pipeline, die Öl aus kanadischen Teersandvorkommen quer durch die USA zu den dortigen Raffinerien transportiert, ist leck geworden. Bis die Leitung abgeschaltet wurde, traten laut Medienberichten fast 800.000 Liter Öl auf landwirtschaftlichen Flächen im Nordosten des US-Bundesstaates South Dakota aus.

BildÖl aus kanadischen Teersanden hält die US-Raffinerien am Laufen. (Foto: Patrick Shannon/​Flickr)

Wie die Betreiberfirma mitteilte, wurde die Pipeline nach einem Druckabfall abgeschaltet. Die Ursachen der Havarie sind noch unklar. Die zuständige Umweltbehörde von South Dakota hat laut den Berichten ein Team an die Stelle des Lecks nahe der Grenze zu North Dakota entsandt.

Die Behörde sieht die Betreiberfirma Transcanada in der Pflicht, das ausgelaufene Öl zu entsorgen. Diese weist darauf hin, dass seit 2010 etwa 1,5 Milliarden Barrel Öl durch die Keystone-Pipeline transportiert wurden. Laut den Angaben hat es seitdem 17 Lecks gegeben, die noch größer gewesen sind als das jetzige.

Am Montag dieser Woche hatte die zuständige Nebraska Public Service Commission mitgeteilt, dass sie am 20. November entscheiden will, ob sie dem Bau der umstrittenen neuen Pipeline Keystone XL zustimmt. Dieser Beschluss gilt als letzte Genehmigungshürde für das Projekt, nachdem US-Präsident Donald Trump im März dieses Jahres die Blockade der neuen Pipeline durch seinen Vorgänger Barack Obama aufgehoben hatte. Dagegen sind derzeit mehrere Klagen von Umweltverbänden anhängig.

klimaretter.info/jst

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