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NRW-Windbranche warnt vor Strukturbruch

Die Windenergiebranche in Nordrhein-Westfalen befürchtet massive Umsatzeinbrüche und warnt, dass Entlassungen bevorstünden, sollte das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) nicht unmittelbar nach der Bundestagswahl angepasst werden. Es drohe ein "schwerer Strukturbruch" in Nordrhein-Westfalen, sagte der Chef des Landesverbandes Erneuerbare Energien NRW Reiner Priggen.

BildAusschreibungen sollten die Kosten für erneuerbare Energien drücken, nun erschweren sie den Zubau. (Foto: Windtest NRW)

Die in diesem Jahr eingeführten Ausschreibungen für Windenergie hätten schon jetzt zu erheblichen Arbeitsplatzverlusten in NRW geführt. Deshalb solle das geplante Ausschreibungsvolumen für 2018 angehoben werden – um jeweils 1.300 Megawatt in den ersten beiden Ausschreibungsrunden des kommenden Jahres, zuzüglich eines zusätzlichen Volumens für die Elektrifizierung des Verkehrs und des Gebäudesektors.

Fast alle geplanten Windkraftanlagen, die einen Zuschlag bei den Ausschreibungen erhalten hatten, würden keine Genehmigung aufweisen, kritisierte Priggen. Im Vorjahr gingen in NRW 211 Anlagen in Betrieb, rund 230 könnten es aufgrund des Zuschlags nach alten Regeln noch in diesem Jahr werden. Ab Mitte 2018 sind es Priggen zufolge noch zwei Windkraftanlagen. Windradhersteller wie Senvion oder Nordex haben mit Verweis auf das schwache Heimatgeschäft Sparmaßnahmen angekündigt.

Neben den Ausschreibungen hatte die Landesregierung aus CDU und FDP, die bei der Landtagswahl im Mai die SPD und die Grünen ablöste, für neue Windkraftanlagen einen Mindestabstand von 1.500 Meter zur Wohnbebauung beschlossen. Das schränkt die zur Verfügung stehenden Flächen für Windräder in NRW und damit den Windkraftausbau drastisch ein.

klimaretter.info/kir 

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