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Kohleproduktion fällt weltweit

Um insgesamt 458 Millionen Tonnen ist die weltweite Kohleproduktion 2016 zurückgegangen, zeigen neue Zahlen der Internationalen Energieagentur IEA. Das sei ein "signifikanter" Rückgang, schreibt die Agentur in ihrem Bericht "World Energy Balances". Gleichzeitig stieg aber die globale Nachfrage nach Gas.

BildLetztes Jahr wurde weniger Kohle aus dem Boden geholt, vor allem in China, aber auch – wie hier – in den USA. (Foto: BLM Wyoming/​Flickr)

Laut Report ist vor allem China für die Abwärtsentwicklung bei der Kohle verantwortlich. Dort wurden letztes Jahr 320 Millionen Tonnen Kohle weniger produziert als noch 2015. Das entspricht einem Minus von neun Prozent.

Der Grund: Die Nachfrage nach Kohle ist rückläufig, vor allem was die Verfeuerung in Kohlekraftwerken betrifft. Das trifft laut IEA-Bericht sowohl auf China als auch auf viele OECD-Länder zu, insbesondere Großbritannien und die USA. Allerdings nahm der Kohleverbrauch in Indien und Vietnam zu. Insgesamt fiel der Verbrauch weltweit um zwei Prozent.

Erst letzte Woche hatte die Energiebehörde Chinas mitgeteilt, dass das Land bis 2020 noch weitere Kohlekapazitäten abbauen will. Das könnte bedeuten, dass der Rückgang, den die IEA nun für 2016 festgestellt hat, sich auch in diesem und den kommenden Jahren fortsetzen wird.

Bei einem anderen fossilen Energieträger – Erdgas – verzeichnet die Agentur allerdings einen erheblichen Anstieg. Laut Bericht stiegen die globalen Gas-Importe um 4,5 Prozent beziehungsweise 47 Milliarden Kubikmeter.

Einen Anstieg verzeichneten aber auch die Erneuerbaren. In den Ländern der OECD legten sie um 3,8 Prozent zu und steuern nun 23,8 Prozent der gesamten Stromproduktion bei – ein Rekordwert.

BildWie die Grafik (vergrößern) zeigt, ging es seit der Jahrtausendwende rapide aufwärts bei der Kohleproduktion – nun zeigt die Linie steil nach unten. (Abbildung: IEA)

klimaretter.info/vk

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