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China drosselt Kohleausbau noch weiter

China will bei der Kohle noch mehr reduzieren als bislang geplant. Wie die zuständige Energiebehörde diese Woche mitteilte, sollen bis 2020 alte Kraftwerke mit einer Leistung von insgesamt 20.000 Megawatt geschlossen werden. Dazu sollen geplante oder im Bau befindliche Kraftwerke mit einer Kapazität von zusammen 150.000 Megawatt entfallen. Vor einem halben Jahr war erst vom Abbau von 120.000 Megawatt die Rede.

BildSmog in der Millionenstadt Xi’an im Nordwesten Chinas. Das ist die Stadt, in deren Nähe die berühmte Terrakotta-Armee gefunden wurde. (Foto: Patrick Denker/​Flickr)

In absoluten Zahlen ist China der mit Abstand größte CO2-Emittent der Welt. Das Land hat den Kohle-Ausbau jahrelang stark vorangetrieben. Doch inzwischen wächst die Wirtschaft langsamer, die Kohlenachfrage lässt nach. Hinzu kommen die Bemühungen der Regierung, dem extremen Smog entgegenzuwirken und deshalb den Bau von Kohlekraftwerken einzuschränken.

Auch weltweit geht die Zahl der geplanten Kohlekraftwerke zurück – und zwar seit der Klimavertrag von Paris Ende 2015 beschlossen wurde. Nach einem Report der US-amerikanischen Umweltorganisation Coalswarm hat sich die Zahl dieser Anlagen im ersten Halbjahr nach Paris deutlich verringert. Die in der Pipeline befindlichen Erzeugungskapazitäten seien zwischen Januar und Juli 2016 von 1.090 auf 932.000 Megawatt gesunken – wobei das Minus zum größten Teil auf Chinas Abbau von Kohlekraftwerks-Kapazität zurückgeht.

klimaretter.info/vk

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