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EEG-Umlage könnte 2018 sinken

Kommendes Jahr könnte die Ökostromumlage leicht sinken. Der Grund: Das von den Übertragungsnetzbetreibern verwaltete Umlagen-Konto ist prall gefüllt: 4,9 Milliarden Euro sind auf der Habenseite. Das heißt, dass die Stromkunden zu viel eingezahlt haben, deutlich mehr als zur Deckung der Förderung von Wind-, Solar- und Biomasseanlagen nötig.

BildStromkunden zahlen für den Ausbau der Erneuerbaren – momentan allerdings zu viel. (Foto: Green City Energy)

An sich ist das kein Problem – denn mit der Neufestlegung der EEG-Umlage am 15. Oktober lässt sich dieses Ungleichgewicht wieder austarieren. Allerdings sind die Netzbetreiber gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Überschüsse zu verzinsen. Weil aber der Referenzzinssatz im Minus liegt, fallen nun auch für das Umlagenkonto negative Zinsen oder Strafzinsen an. Diese erreichten im ersten Halbjahr eine Höhe von 820.000 Euro, wie die Süddeutsche Zeitung (Samstagsausgabe) berichtet.

Derzeit liegt die Ökostromumlage bei 6,88 Cent pro Kilowattstunde verbrauchten Stroms. Mit der Umlage finanzieren die Stromkunden den Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Umlage errechnet sich aus einem staatlich festgelegten Fördersatz (der über die Jahre immer weiter gesunken ist) minus dem aktuellen Strompreis an der Börse. Im ersten Halbjahr lag der Börsenstrompreis im Durchschnitt deutlich höher als in den beiden Halbjahren 2016.

klimaretter.info/bra

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