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Neuer Schwung für Energie-Gemeinschaften

Das Super-Wahljahr 2017 hat schon begonnen, doch mit dem Mieterstrom steht noch eine wichtige Regelung in der politischen Auseinandersetzung, die, sofern sie vor dem Herbst im Bundestag beschlossen wird, bürgernahen Energieprojekten neue Chancen eröffnet. Worin diese bestehen und welche Zukunft die lokale, gemeinschaftliche Energieerzeugung und -versorgung hat, will das bundesweite Bündnis Bürgerenergie (BBEn) nun bis zum Sommer herausfinden.

BildSchon vor mehr als drei Jahren wurde auf dem Bürgerenergie-Konvent vor Ausschreibungen gewarnt – die Befürchtungen, dass gemeinschaftliche Projekte dabei kaum zum Zuge kommen, haben sich bei den Solar-Ausschreibungen bisher bewahrheitet. (Foto: Jörg Staude)

Was als Protest gegen Atomkraft und als Abkehr von der Macht großer Energiekonzerne begann, ist zu einer breiten Bewegung geworden: Inzwischen haben mehr als 1,5 Millionen Bürgerinnen und Bürger ihre persönliche Energiewende vollzogen – sie nutzen erneuerbare Energien zur autarken Versorgung, sind Erzeuger und Verbraucher zugleich oder engagieren sich in gemeinschaftlichen Energieprojekten. Etwa 900 Energie-Genossenschaften sind bundesweit aktiv, liefern Strom und Wärme und bieten Mobilitätsdienste an. Trotz aller Widerstände ist Bürgerenergie heute ein fester Bestandteil der Energiewende in Deutschland, treibt sie voran und sorgt für ein hohes Ansehen der erneuerbaren Energien. Die Bürgerenergie sieht sich nun aber neuen Herausforderungen gegenüber. Vor allem mit dem EEG 2017 und dem Ausschreibungsmodell sind Ökoenergie-Erzeuger einem härter werdenden Wettbewerb ausgesetzt.

Auf der anderen Seite rückt mehr und mehr das selbstbestimmte Produzieren, Verbrauchen und Handeln in lokalen "Erzeuger-Verbraucher-Gemeinschaften" in den Vordergrund. Ob Trends wie die Digitalisierung dies befördern können, ist eine der Fragen, über die das Bündnis Bürgerenergie jetzt Klarheit gewinnen will. Nicht zuletzt gehe es auch darum, den Atomausstieg zu vollenden, den Ausstieg aus der Kohle zu beschleunigen und künftig mit Grünstrom aus Ladestationen den Verkehr zu dekarbonisieren.

In dieser Woche will das Bündnis dazu eine bis 2030 reichende Studie vorstellen. Mitte April soll ein Wettbewerb um das "Bürgerenergieprojekt des Jahres 2017" starten – in Kooperation mit klimaretter.info.

klimaretter.info/jst

BildDer Beitrag ist Teil der
Kooperation zwischen dem
Bündnis Bürgerenergie (BBEn)
und klimaretter.info zum
"Bürgerenergieprojekt des Jahres"

[Erklärung]  
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