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Solarzubau geht für sechs Cent weg

Für durchschnittlich 6,58 Cent hat die Bundesnetzagentur die Zuschläge für die erste Solarausschreibung nach dem novellierten Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG 2017) vergeben. Den Zuschlag erhielten insgesamt 38 Gebote für zusammen 200 Megawatt, die jeweils über der vorgeschriebenen Grenze von 750 Kilowatt lagen, wie die Behörde mitteilte. In den Vorjahren hatte die Freiflächenverordnung für die Ausschreibungen gegolten.

BildDie Nachfrage nach Solarstrom-Anlagen scheint die Talsohle durchschritten zu haben. (Foto: AEE)

Im Vergleich zu diesen vorangegangenen Ausschreibungen sank der Zuschlagswert im Schnitt von 6,90 auf nunmehr 6,58 Cent je Kilowattstunde. Der niedrigste Gebotswert beträgt sechs Cent. Alles in allem waren, so die Bundesnetzagentur, 97 Gebote mit einem Gesamtvolumen von 488 Megawatt eingegangen. Der Wettbewerb sei weiterhin erfreulich hoch, sagte der Präsident der Bundesnetzagentur, Jochen Homann.

Im Jahr 2016 stieg die Solar-Nachfrage im Vergleich zum Vorjahr leicht an. Nach Daten der Netzagentur, auf die sich der Bundesverband Solarwirtschaft beruft, wurden im vergangenen Jahr rund 51.900 neue Solarstromanlagen mit 1.520 Megawatt Nennleistung neu installiert. Im Jahr davor seien es 51.000 Anlagen mit 1.460 Megawatt gewesen.

Hauptgrund für den positiven Trend sind aus Sicht des Solarverbandes die sinkenden Preise für selbst erzeugten Solarstrom. Diese lägen inzwischen oft nur noch halb so hoch wie konventionelle Verbraucher- und auch Gewerbestromtarife. Auch helfe der Umstand, dass ein Großteil der Investoren den selbst erzeugten Solarstrom weiterhin selbst verbrauchen darf und auch künftig an keiner Auktion teilnehmen muss, um eine Förderung für eingespeisten Überschuss-Strom zu erzielen. Die Verpflichtung zur Teilnahme an einer Ausschreibung , die seit Jahresbeginn nur für Solarkraftwerke ab einer Nennleistung von über 750 Kilowatt gilt, betrifft Eigenheimbesitzer und die meisten Gewerbebetriebe nicht. 

klimaretter.info/jst

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