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Trump genehmigt Dakota und Keystone XL

Gleich in der ersten Woche macht Donald Trump die Siege der US-amerikanischen Umweltbewegung wieder zunichte: Am Dienstag unterzeichnete der neue Präsident zwei Anordnungen, die den Bau der umstrittenen Ölpipelines Dakota Access und Keystone XL genehmigen. In den letzten Monaten waren beide Projekte aufgrund anhaltender Proteste auf Eis gelegt worden.

BildBaustelle der Keystone-Pipeline: Durch sie soll Teersand-Öl aus dem Norden Kanadas in den Süden der USA gelangen – unter Trump wird die Pipeline nun fertiggestellt. (Foto: Patrick Shannon/​Wikimedia Commons)

Als eine der letzten Amtshandlungen hatte Ex-Präsident Obama die Keystone-Pipeline Ende vergangenen Jahres gestoppt. Obama erklärte damals, das Vorhaben liege nicht im nationalen Interesse der USA: zu vieleTreibhausgasemissionen, zu viele Umweltrisiken. Keystone XL beschäftigt die US-Politik schon mehr als ein halbes Jahrzehnt. Es geht um den Bau des vierten Abschnitts des Keystone-Pipelinesystems, der 2.700 Kilometer lang werden sollte. Das Unternehmen Transcanada will damit Rohöl aus Teersanden von Kanada bis in den Süden der USA bringen.

Auch die Dakota Access Pipeline, gegen die vor allem Umweltaktivisten zusammen mit Indianern der Sioux protestiert hatten, wurde im Dezember gestoppt. Das umstrittene Teilstück einer 1.900 Kilometer langen Ölpipeline soll die Fracking-Gebiete im Bundesstaat North Dakota mit Illinois verbinden. Die US-Armee hatte vergangene Woche eine Studie über die Umweltauswirkungen auf das nahe gelegene Sioux-Reservat angekündigt. Daraufhin forderten einige Initiatoren der Proteste die Aktivisten auf, ihr Protestcamp abzubauen. Allerdings gab es bereits am Freitag und Samstag nahe der Baustelle wieder Auseinandersetzungen mit der Polizei. Der Grund: die Amtseinführung von Präsident Trump. 

klimaretter.info/sg

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