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Erneuerbare erreichen "Wendepunkt"

In mehr als 30 Ländern ist der Strom aus Wind- und Solaranlagen genauso günstig wie der Strom aus neuen konventionellen Energieanlagen – oder sogar billiger. Zu dem Schluss kommt ein neuer Report des Weltwirtschaftsforums, wie Medien berichten. Die Erneuerbaren hätten damit einen Wendepunkt erreicht: Der Kampf gegen den Klimawandel sei nun ein profitables Geschäftsmodell für Energieunternehmen. Noch vor zehn Jahren habe der Preis für Solarstrom um das Sechsfache höher gelegen.

BildPhotovoltaik auf dem Vormarsch: Solarenergie wird dank Massenproduktion und Standardisierung der Produktionsverfahren immer günstiger. (Foto: Gehrlicher Solar)

China hatte jüngst angekündigt, bis zum Ende des Jahrzehnts 340 Milliarden Euro in erneuerbare Energien zu investieren. Das ist mehr als die 286 Milliarden Euro, die im Jahr 2015 in allen Staaten der Erde zusammen in Erneuerbare investiert wurden.

Eine Analyse der US-Finanznachrichtenagentur Bloomberg war ebenfalls Anfang Januar zum Schluss gekommen, dass Solarstrom in einigen Teilen der Erde schon heute billiger ist als Strom aus Kohle – etwa in Chile und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In weniger als einem Jahrzehnt könnte Photovoltaik überall die Erzeugungsart mit den geringsten Kosten sein. Seit 2009 ist der Preis für Solarstrom laut der Analyse um 62 Prozent gefallen. Schon im Jahr 2025 könnte die Nutzung von Solarenergie weltweit preiswerter sein als der Einsatz von Kohle.

Experten sehen in dem Preissturz vor allem eine Folge des deutschen Erneuerbare-Energien-Gesetzes aus dem Jahr 2000.

klimaretter.info/bra

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