Kemfert wird zweifach ausgezeichnet

Die Energieökonomin Claudia Kemfert erhält für ihren Einsatz für eine zukunftsfähige Energiepolitik zwei Auszeichnungen: den jährlich vergebenen Adam-Smith-Preis für marktwirtschaftliche Umweltpolitik des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) sowie den Deutschen Solarpreis 2016 in der Kategorie "Sonderpreis für persönliches Engagement". Bei dem von Eurosolar und der Energieagentur Nordrhein-Westfalen vergebenen Solarpreis ist Kemfert eine von acht Ausgezeichneten.

BildClaudia Kemfert ist Professorin für Energieökonomie und Nachhaltigkeit an der Hertie School of Governance und führende Energieexpertin des DIW in Berlin. (Foto: Jens Jeske)

Claudia Kemfert leitet den Bereich Energie, Verkehr und Umwelt am Deutschen Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) und ist Mitherausgeberin von klimaretter.info. Seit 2013 äußert sie sich regelmäßig in der Rubrik "Überraschung der Woche" zu den Fragen der Energiewende.

Das FÖS begründet seine Ehrung damit, dass Kemfert "als eine der prominentesten und präsentesten Verfechterinnen einer ökologischen Steuerreform, des Verursacherprinzips sowie einer nachhaltigen Energiewirtschaft gilt". Unermüdlich setze sie sich für wirksame CO2-Preise und einen funktionierenden Emissionshandel ein.

Kemfert selbst freut sich, wie sie gegenüber klimaretter.info sagte, über beide Auszeichnungen sehr und sieht Gemeinsamkeiten zwischen den recht unterschiedlichen Anliegen der Preise. Die Bedeutung des Adam-Smith-Preises liegt für sie vor allem in dem Gedanken, den Eigennutz in den Dienst des Gemeinwohls zu stellen. Ökonomie und Ökologie sieht Kemfert dabei nicht als Gegensätze. "Um die Klimaziele von Paris zu erfüllen, müsste die Wirtschaft komplett dekarbonisiert werden." Dafür sei eine ökologische Steuerreform eine wichtige Maßnahme, ebenso aber auch eine bürgernahe und dezentrale Energiewende, wofür der Deutsche Solarpreis stehe.

klimaretter.info/jst

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