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AKW Fessenheim erneut mit Störung

Wieder ein Störfall im französischen Atomkraftwerk Fessenheim: Am Freitag wurde ein Reaktor des ältesten Atomkraftwerks Frankreichs, das am Rhein an der Grenze zu Deutschland liegt, heruntergefahren, wie der Kraftwerksbetreiber EDF bestätigte. Die Ursache war zunächst nicht bekannt. Gefahren für die Sicherheit oder die Umwelt gebe es aber keine, so EDF. Die Atomaufsicht ASN in Paris erklärte laut einem Bericht der Stuttgarter Nachrichten, der Grund für das Herunterfahren des Reaktorblocks 1 liege in einem Fehler der Elektronik .

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Fessenheim ist Frankreichs größtes Problem-AKW, doch die versprochene Abschaltung wird immer weiter hinausgezögert. (Foto: Rémi Stosskopf/Wikimedia Commons)

In der Vergangenheit war es immer wieder zu Störfallen im Atomkraftwerk Fessenheim gekommen, bei denen auch radioaktive Stoffe entwichen. Erst im März musste der Reaktorblock 1 wegen eines Lecks in den Rohrleitungen gestoppt werden. Atomkraft-Gegner aus Deutschland und Frankreich fordern seit Jahren die Stilllegung des Kraftwerks.

Im Januar hatte der französische Präsident François Hollande angekündigt, das Pannen-AKW endgültig vom Netz zu nehmen. Geplanter Termin war Ende 2016. Doch die Schließung des umstrittenen Atomkraftwerks wurde auf Druck der Betreiber immer wieder verschoben. Hollande will den Anteil der Atomkraft am Stromverbrauch Frankreichs bis 2025 von 75 auf 50 Prozent reduzieren – was aber nicht heißen muss, dass es weniger Atomkraftwerke gibt.

klimaretter.info/bra

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