Dänemark: 140 Prozent des Stroms aus Wind

Dänemark konnte am Freitagmorgen bei starkem Wind seinen Stromverbrauch zu 140 Prozent aus Windkraft decken. Das ergibt die Dokumentation des dänischen Übertragungsnetzbetreibers Energinet.dk. Am Donnerstag waren es bereits 116 Prozent gewesen, als um drei Uhr morgens der Anteil durch den niedrigeren nächtlichen Stromverbrauch stieg. Damit war die dänische Windkapazität von 4,8 Gigawatt noch nicht einmal komplett ausgelastet.

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Der dänische Offshore-Windpark Rødsand liegt vor der Südküste der Ostseeinsel Lolland, östlich von Fehmarn. (Foto: Eon)

Nach Informationen der britischen Tageszeitung The Guardian wurden je 40 Prozent des überschüssigen Windstroms nach Deutschland und Norwegen exportiert, den Rest nahm Schweden ab.

Bis 2020 will Dänemark die Hälfte seines Stroms stabil aus Windkraft beziehen. Die Bilanz des vergangenen Jahres zeigt: Das nordeuropäische Königreich ist auf dem besten Weg dorthin. Bereits 39 Prozent des Stroms stammten 2014 laut Energinet.dk von Windrädern. Im Oktober hatte Dänemark angekündigt, den Kohleausstieg des Landes zu beschleunigen. Bereits in zehn Jahren soll der Einsatz von Kohle beendet werden. Zurzeit lässt die Regierung prüfen, wie sich das umsetzen lässt.

klimaretter.info/scz

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