100 Prozent Erneuerbare in Costa Rica

Seit Jahresbeginn deckt Costa Rica seinen Strombedarf ausschließlich aus erneuerbaren Energien. Der Grund: Nach ergiebigen Regenfällen konnten die Stauseen Arenal, Cachi, La Angostura und Pirrís ausreichend Strom erzeugen. Das gab der staatliche Energiekonzern ICE jetzt bekannt. Ganze 75 Tage verzichtete das mittelamerikanische Land auf fossile Energieträger und stellte somit einen weltweit einzigartigen Rekord auf.

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Stauseen decken einen Großteil der costaricanischen Energie, allerdings schwankt die Ausbeute aus der Wasserkraft, wenn Regenfälle ausbleiben. (Foto: Grez/Wikimedia Commons)

Bereits 2009 kündigte Costa Rica an, dass man bis 2021 ganz auf erneuerbare Energien umsteigen und klimaneutral werden wolle. Der US-amerikanischen Energie-Informationsbehörde zufolge erzeugte Costa Rica 2012 mehr als 10.000 Milliarden Kilowattstunden Strom für seine mehr als vier Millionen Einwohner, mehr als 7.000 Milliarden Kilowattstunden stammten aus Wasserkraft. Weiterhin liefern geothermische Anlagen Strom, der Anteil von Wind-, Solar- und Bioenergie an der Stromproduktion ist in Costa Rica gering.

Anfang des Monats hat die Regierung in San José beschlossen, dass die costaricanischen Energiedienstleister ihren Kunden künftig dezentral erzeugten Strom anbieten müssen. Die zuständige Regulierungsbehörde Aresep genehmigte die Berechnungsmethode für die verschiedenen Tarife, die für den Netzanschluss der Anlagen ausschlaggebend sind. Neben einer einmaligen Anschlussgebühr und den Kosten des monatlichen Netzzugangs ging es dabei um den Preis, für den die Kunden ihren überzähligen Strom an die Energieunternehmen verkaufen können.

klimaretter.info/kir

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