USA: Ein Drittel weniger Ölquellen

Der Ölpreisverfall hat die Zahl der ausgebeuteten Bohrlöcher in den USA auf den tiefsten Stand seit 2010 sinken lassen. Wie aus der Ölstatistik Rig Count Summary von Baker Hughes hervorgeht, fördern derzeit in den Vereinigten Staaten 986 Explorationsanlagen Erdöl – 444 weniger als vor einem Jahr. Der massive Rückgang wird auf die ökologisch umstrittene Fördertechnik Fracking zurückgeführt, die aufwendig – ergo teuer – ist: Zusätzlich sind Chemikalien notwendig, um gebundene Kohlenstoffe verfügbar zu machen. "Teuer" läuft dem Ölpreis entgegen: Der war zuletzt massiv gefallen.

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Für den Ölmarkt ist schon seit Längerem ständig Sonnenuntergang. Fest steht: Romantisch wird es nie mehr. (Foto: Arne Hückelmann/Wikimedia Commons)

Die USA hatten im September ein Rekordhoch produziert: 8,9 Millionen Barrel pro Tag , so viel wie zuletzt vor 28 Jahren. Russland fördert nahe seinem Rekord, und auch viele Opec-Länder pumpen so viel Öl aus dem Boden, wie sie können. Den Ölpreis hat das in den historischen Keller der jüngsten Energiehungergeschichte geschickt.

Dramatische Folgen hat der niedrige Ölpreis für die sieben Ölriesen Shell, BP, Exxon, Chevron, Total, Eni und Statoil. Gemäß Analysten der US-Bank Morgan Stanley haben die sieben Konzerne 2013 zusammen 55 Milliarden Dollar Verlust gemacht, zum größten Teil wegen großzügiger Dividenden in Höhe von insgesamt 53 Milliarden Dollar.

klimaretter.info/reni

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