Ökostrom setzt Signal für Atomausstieg
Seit genau zwei Jahren heißt es für
Stromkunden "Atomausstieg selber machen". Als Träger
der gleichnamigen Kampagne rufen seit Oktober 2006 mehr als 20 Umwelt- und
Verbraucherschutzverbände dazu auf, über ihre
Stromrechnungen nicht länger die Atomindustrie zu finanzieren.
Wer mit der Konzernpolitik der vier Riesen Eon, Rwe, Vattenfall und
Enbw nicht einverstanden ist kann durch den Wechsel des
Stromanbieters ein Signal setzen.
Eine wirkliche Alternative sind aber
nur "echte" Ökostromanbieter, also solche, die ihren Strom
selbst sauber erzeugen oder aus von Atomkonzernen unabhängigen
Quellen beziehen. Kampagnen-Koordinator Florian Noto: "Von den
Stromrechnungen der Verbraucherinnen und Verbraucher soll ein immer
geringerer Anteil in die Kassen der Atomkonzerne und Netzbetreiber
fließen".
"Ausgangspunkt der Kampagne
Atomausstieg selber machen vor zwei Jahren war die Absicht der
Atomkonzerne, den von ihnen selbst unterzeichneten Atomausstieg
faktisch aufzukündigen", erläutert Gerd Rosenkranz von
der Deutschen Umwelthilfe (DUH). Diese Strategie verfolgten die
marktbeherrschenden Konzerne nach wie vor. Sollten die Atomkonzerne
ihr Ziel erreichen und ihre Atomkraftwerke länger betreiben
können, werde die Dynamik der Energiewende schlagartig zu Ende
sein "Es kommt darauf an, für die Konzerne den Preis für
ihren Wortbruch so hoch wie möglich zu treiben. Jeder Wechsel zu
einem Ökostromanbieter trägt dazu bei".
Klimaretter wechseln für eine Absage an Atomkraft und dreckigen Kohlestrom am besten zu Greenpeace Energy, LichtBlick, Naturstrom oder den Elektrizitätswerken Schönau. Innerhalb der letzten zwei Jahre konnten diese vier Unternehmen ihre Kundenzahl bereits von rund 300.000 auf insgesamt über 600.000 verdoppelt.
Mehr Infos zum Wechsel des Stromanbieters sowie Wechselformulare und Links finden Sie auch bei unseren Tipps für Klimaretter und über die Klimaretter-Kampagne Licht an!
Foto: Messina
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