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Fracking-Boom in den USA flaut ab

Der Fracking-Boom in den USA verliert an Fahrt. Wie das Wall Street Journal berichtet, haben die Investoren im vergangenen Jahr nur noch etwa halb so viel Geld in Beteiligungen an unkonventionelle Gaslagerstätten gesteckt wie 2012.  Zahlen des auf die Energiebranche spezialisierten Marktforschungsunternehmens IHS Herold zufolge haben Investoren 2013 für die Schiefergas-Beteiligungen 3,4 Milliarden US-Dollar ausgegeben.

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Die internationale Finanzbranche erhofft sich offensichtlich vom Fracking keine großen Gewinne mehr. (Foto:
2bgr8/Wikimedia Commons)

Der Fracking-Boom hat die Gaspreise in den USA stark sinken lassen, was die Internationale Energieagentur noch 2011 von einem "goldenen Gas-Zeitalter" schwärmen ließ. So ergiebig wie erhofft sind die unkonventionellen Vorkommen, bei denen das Gas in den Poren tiefer Gesteinsschichten lagert, aber nicht. Um die Vorkommen auszubeuten, müssen weitaus mehr Bohrlöcher in die Erde getrieben werden als bei der konventionellen Gasförderung. Das ist aufwändig und deshalb teuer. Mit den durch den Boom gesunkenen Gaspreisen ist die Förderung oft nicht mehr rentabel genug.

Zudem hat sich in den USA bereits gezeigt, dass sich die Vorkommen schneller erschöpfen als ursprünglich gedacht. Der Energiekonzern Shell hatte den Wert seiner Schiefergasvorkommen im vergangenen Sommer bereits stark herabstufen müssen.

klimaretter.info/em

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