Energieexporteur Deutschland
Rund 403 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten Importenergie wurden im vergangenen Jahr benötigt, um Deutschland ausreichend mit Energie zu versorgen. Dazu kamen nach Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen (AGEB) 139 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten aus heimischer Energiegewinnung - also hauptsächlich Braunkohle. Zusätzlich wurden rund sechs Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten aus Vorräten und Lagern im Inland entnommen.

Mehr Braunkohle 2007: Hier der Tagebau Cottbus Nord Foto: Reimer
Allerdings hat Deutschland 2007 wesentlich mehr Nutzenergie hergestellt, als es selbst verbrauchen kann. Nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen wurden 71 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten Energie exportiert, überwiegend Strom, den Eon, RWE, Vattenfall und Co. ins Ausland verkauften. Das bedeutet: Trotz mehrmonatigem Stillstand von vier AKWs gleichzeitig - die Pannen in Krümmel, Biblis A und B sowie in Brunsbüttel - erzeugten die Konzerne fast 15 Prozent mehr Energie, als Deutschland braucht. Nach Berechnungen des Arbeitskreises verbrauchte die Bundesrepublik 2007 Energie im Wert von 477,5 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. Damit lag der Endenergieverbrauch 2007 infolge der überdurchschnittlich warmen Witterung um rund sechs Prozent unter dem Wert von 2006.
Die meiste Energie wurde von den Grundstoffindustrien und der Energiewirtschaft für die Energieproduktion selbst genutzt: 185 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. Zweitgrößter Energieverbraucher war der Verkehr - Industrie und Privathaushalte folgen fast gleichauf erst danach.
Die Importabhängigkeit der deutschen Energieversorgung lag 2007 bei rund 71 Prozent, 2006 waren es noch 73 Prozent. Wesentlich für den leichten Rückgang waren neben dem geringeren Gesamtbedarf eine höhere Gewinnung von heimischer Braun- und Steinkohle sowie die verstärkte Nutzung von Wind- und Wasserkraft.
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