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Opec sieht Schiefergasboom in USA am Ende

Nach der Internationalen Energieagentur IEA rechnet nun auch die Organisation erdölexportierender Länder mit einem baldigen Ende des Schiefergasbooms in den USA. "An vielen Bohrorten gehen die Förderraten schon jetzt stark zurück, mitunter um 60 Prozent binnen eines Jahres", sagte Opec-Generalsekretär Abdallah Salem El-Badri der Wirtschaftszeitung Euro am Sonntag

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Um Schiefergas zu fördern, braucht man sehr viele Bohrlöcher. Aus der Luft betrachtet, sieht das dann aus wie in diesem Fördergebiet in den USA. (Bild: Screenshot/Google Earth)

Die Opec rechnet damit, dass die Förderung noch bis 2018 auf dann fünf Millionen Barrel pro Tag ansteigen, dann aber zurückgehen wird. Die IEA sieht den Peak im Jahr 2020 erreicht. Auch die Association for the Study of Peak Oil and Gas (ASPO) geht von einem Rückgang der Förderung in den kommenden Jahren aus.

Der Gas-Boom in den USA ist nur durch den Einsatz der umstrittenen Fracking-Technologie und den Abbau von Schiefergas und sogenanntem Light Tight Oil möglich. Die Verfahren bergen große Umweltgefahren und sind auch in ihrer Klimabilanz umstritten. Bei der Schiefergasförderung entweichen sehr viel größere Mengen des Klimagases Methan als bei der konventionellen Gasförderung.

Die Opec freut sich über die Entwicklung in den USA. El-Badri kündigte an, die Opec-Staaten würden ihre Erdölförderung bis 2035 um zehn Millionen Barrel auf 47 Millionen Barrel pro Tag steigern. Die IEA geht davon aus, dass die weltweite Energienachfrage bis 2035 noch einmal um ein Drittel steigen wird.

klimaretter.info/em

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