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7,4 Prozent mehr Bioethanol

Im vergangenen Jahr wurden in Deutschland 613.000 Tonnen Bioethanol produziert. Wie der Bundesverband der deutschen Bioethanolwirtschaft (BDBe) mitteilte, dies sind 7,4 Prozent mehr als im Jahr 2011. Bioethanol – korrekterweise auch als Agro-Ethanol bezeichnet – wird als Energieträger in Verbrennungsmotoren und Brennstoffzellen verwendet. Wichtigster Handelsname ist E10 – in diesem Benzin sind bis zu zehn Volumenprozent Bioethanol enthalten.


Mehr Zuckerrüben wurden 2012 in Deutschland zu Agrotreibstoff. (Foto: BDBE)

Wie der BDBe mitteilte, hat sich der Rohstoffeinsatz 2012 zugunsten der Zuckerrübe verschoben. Der Anteil des aus Rüben hergestellten Bioethanols stieg in 2012 um rund 54 Prozent auf 254.000 Tonnen an, während mit 359.000 Tonnen nahezu zwölf Prozent weniger Futtergetreide zu Ethanol verarbeitet wurden. "Diese Verlagerung zeigt die Flexibilität der deutschen Bioethanolhersteller, die mit dem verstärkten Einsatz von Industrierüben auf die gestiegenen Getreidepreise in 2012 reagiert haben", sagte BDBe-Geschäftsführer Dietrich Klein.

Nach vorläufigen Zahlen beläuft sich der Marktanteil des umstrittenen Agrosprits E10 mittlerweile auf knapp 14 Prozent. Nach den Verbrauchsdaten des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) sind allein in der ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres 1,9 Millionen Tonnen E10 verbraucht worden. Damit hat E10 einen Anteil von 14 Prozent im Benzinmarkt erreicht. Im Vorjahreszeitraum hatte der Verbrauch erst bei 1,3 Millionen Tonnen beziehungsweise knapp neun Prozent gelegen.

Allerdings ist nur die Hälfte des deútschen Agrospritverbrauchs auch auf deutschen Äckern gewachsen. Das geht aus einem Bericht der Bundesregierung zur Steuerbegünstigung für Agrokraftstoffe hervor. Laut einer Erhebung des International Grains Council (IGC) werden im Wirtschaftsjahr 2012/13 sechs Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche für Agrokraftstoffe beansprucht. Rund 142 Millionen Tonnen Getreide werden demnach für die Agrokraftstoffproduktion verwendet.

klimaretter.info/reni


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