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Solarzellen made in Kasachstan

Kasachstans staatlicher Atomkonzern Kazatomprom sattelt um: In der Nähe der kasachischen Hauptstadt Astana wurde eine Solarzellen- und Modulfabrik eröffnet, die derzeit eine Produktionskapazität von 50 Megawatt aufweist. Das 165 Millionen Euro teure Werk soll im ersten Quartal dieses Jahres auf eine Kapazität von 100 Megawatt erweitert werden. Als Energieträger hat Steinkohle heute die größte Bedeutung in Kasachstan.


Ein Arbeiter in der kasachischen Plutoniumfabrik: Künftig sollen Kollegen von ihm auch Solarzellen herstellen. (Foto: Kazatomprom)

In Kasachstan war 1999 das Atomkraftwerk Aqtau abgeschaltet worden. Der 350-Megawatt-Reaktor war ein schneller Brutreaktor vom Typ BN-350, gelegen im Westen des Landes am Kaspischen Meer. Kazatomprom hat sich auf die Herstellung von Plutonium spezialisiert, 2011 hat Kasachstan mehr als 19.000 Tonnen Uran gewonnen. Das waren neun Prozent mehr als im Vorjahr und ein gutes Drittel des gesamten Uran-Weltmarktes, den das uran- und erdgasreiche Land dominiert. Größte Uranmine ist das Feld Tortkuduk, das zu 51 Prozent vom französischen Atomkonzern Areva ausgebeutet wird. Drei weitere kasachische Minen liegen unter den Top Ten der Welt.

Die EDF Renewable Energy hat unterdessen die vollständige Finanzierung des 143-Megawatt-Solarparks Catalina Solar in der kalifornischen Mojave-Wüste bekannt gegeben. Bei dem Unternehmen handelt es sich um die US-amerikanische Tochtergesellschaft der EDF Energies Nouvelles, die wiederum zum französischen Atomkonzern EDF gehört.

klimaretter.info/reni

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