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EnBW streicht 1.350 Jobs

Der Energiekonzern EnBW wird 1.350 Stellen abbauen. Darauf habe sich der Vorstand mit den Arbeitnehmervertretern geeinigt, teilte das Unternehmen am Freitag in Karlsruhe mit. "Mit der Beschleunigung ihres Effizienzprogramms reagiert die EnBW konsequent auf die unverändert schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmen- und Marktbedingungen", heißt es in der Mitteilung. "Um für die künftige Entwicklung und die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens eine solide finanzielle Basis zu schaffen, ist die nachhaltige Ergebnisverbesserung von 750 Millionen Euro wesentlich", formuliert der Konzern reichlich verschwurbelt. 


Die Lichter gehen aber noch nicht aus – auch nicht in der EnBW-Zentrale in der Karlsruher Oststadt. (Foto: EnBW)

Zu gut deutsch: EnBW braucht Geld, um die Fehler der Vergangenheit zu korrigieren. Der neue Vorstand will jetzt in Erneuerbare investieren, der alte hatte stur an der Atomkraft festgehalten. Die Abschaltung von zwei seiner vier Atomkraftwerke hat bei EnBW nun zu starken Einbußen im Stromgeschäft geführt. Der Umsatz im Geschäftsfeld Erzeugung und Handel brach in den ersten neun Monaten dieses Jahres um 27 Prozent auf 2,95 Milliarden Euro ein. Weniger Umsatz bedeutet bei gleicher Kostenstruktur: weniger Gewinn. Jetzt müssen deshalb 1.350 der noch rund 20.000 Beschäftigten bluten. 

Der Stellenabbau soll bis spätestens Ende 2014 "sozialverträglich organisiert" werden. Zudem soll die Verwaltung gestrafft werden. Zuletzt hatte EnBW, an dem das Land Baden-Württemberg knapp zur Hälfte beteiligt ist, seine Pläne für den Nordsee-Windpark "Hohe See" vorerst ausgesetzt. "Wir brauchen gesetzgeberische Klarheit und verlässliche Rahmenbedingungen, bevor wir eine Investitionsentscheidung von deutlich über 1,5 Milliarden Euro treffen", rechtfertigte EnBW-Technikvorstand Hans-Josef Zimmer die Entscheidung.

klimaretter.info/reni


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