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Es bleibt dabei: Keine Entkopplung

Der Energieverbrauch in Deutschland ist wieder gestiegen. Trotz nachlassender Konjunktur bilanzierte die Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen am Mittwoch nach vorläufigen Berechnungen 13.512 Petajoule oder 461 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten Energie für das Jahr 2012. Im vergangenen Jahr lag der Wert noch bei 456 Millionen Tonnen Steinkohleeinheiten. Damit scheint die Abkopplung des Energieverbrauchs vom Wirtschaftswachstum Theorie zu bleiben. Deutschland wird im ablaufenden Jahr mehr Energie verbrauchen als im Krisenjahr 2009.


Energiewende? In diesem Jahr gab es acht Prozent weniger Windstrom als im letzten. (Foto: Reimer)

Besonders gestiegen ist nach der Datenlage aber der Verbrauch des klimaschädlichsten Energieträgers. 2012 wurden fünf Prozent mehr Braunkohle verbraucht als im Vorjahr. Auch der Verbrauch von Steinkohle legte um drei Prozent zu. Schuld ist der nicht mehr funktionierende Emissionshandel in der EU.

Atomkraft verringerte ihren Beitrag zur Energiebilanz im Zuge des Ausstiegsbeschlusses um rund acht Prozent, so die Arbeitsgemeinschaft. Damit habe die Atomenergie binnen eines Jahres in etwa den Anteil am Strommix verloren, den die erneuerbaren Energien zulegten. Die Erneuerbaren hätten ihren Anteil am Gesamtenergieverbrauch 2012 von 10,9 Prozent auf 11,7 Prozent gesteigert – ein Plus von 7,8 Prozent. Wichtig ist hier die Beachtung des Energiebegriffs: Gesamtenergieverbrauch bedeutet Strom plus Heizung, Kühlung, Verkehr, Industrie und alle anderen Formen der Energienutzung.

Die Windkraft verzeichnete gegenüber dem Vorjahr ein Minus von acht Prozent. Dagegen legte die Wasserkraft um 16 Prozent zu, die Photovoltaik sogar um fast 50 Prozent.

klimaretter.info/reni

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