Erster Schritt für neues Kohlekraftwerk

Die Bezirksregierung Köln hat heute den Bau für ein neues RWE-Braunkohlekraftwerk in Bergheim-Niederaußem auf den Weg gebracht. Am Standort plant RWE für die nächsten Jahre einen weiteren Kraftwerksblock mit 1.100 Megawatt mit der sogenannten BoAplus-Technologie. Dafür beschloss die Bezirksregierung am heutigen Freitag gegen Stimmen der Linkspartei und der Bündnisgrünen die Ausweisung des vorgesehenen Bauplatzes.

Hier solls noch viel mehr Dampf geben: Das bestehende Braunkohlekraftwerk in Niederaußem. (Foto: Harald Hillemanns/Wikimedia Commons)

Bislang sah der Regionalplan für die fragliche Fläche eine landwirtschaftliche Nutzung vor. Eine Umwidmung in eine Gewerbefläche war deshalb zwingende Voraussetzung, dass RWE mit seinen Planungsverfahren beginnen kann. RWE kalkuliert mit einer Investitionssumme von 1,3 Milliarden Euro. Endgültig wollen die Essener über den Bau aber erst entscheiden, wenn alle Genehmigungen erteilt worden sind. Neben Niederaußem soll nach den Wünschen des Konzerns ein weiteres neues Braunkohlekraftwerk entstehen, möglicherweise in Frimmersdorf.

RWE hat derzeit 6.800 Megawatt fossile Kraftwerks-Leistung im Bau, Gaskraftwerke in den Niederlanden, Großbritannien und der Türkei sowie in Neurath bei Köln. Zudem kommen bis 2014 noch zwei Steinkohle-Kraftwerke in Hamm und Eemshaven dazu. RWE hatte kürzlich einen Kurswechsel programmiert: Bis einschließlich 2014 will der Energieriese 16 Milliarden Euro investieren, 4 Milliarden Euro sollen davon in die erneuerbaren Energien fließen, knapp die Hälfte davon in Windparks auf See.

klimaretter.info/reni
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